Teefilter-Kunst bei der Bundespolizei

Ausstellung von Elena Schmidt beginnt am 15. Februar

  • img
    Elena Schmidt Foto: Thomas Bischof

Artikel vom 05. Februar 2018 - 16:12

BÖBLINGEN (red). Bei der Bundespolizei in der Wildermuth-Kaserne in Böblingen stellt Elena Schmidt aus Hildrizhausen von Mitte Februar bis Anfang Mai aus. Die Präsentation trägt den Titel "ZeitZeugen" und zeigt Schmidts Teefilter-Arbeiten von 2004 bis heute. Die Vernissage findet am Donnerstag, 15. Februar, um 17 Uhr statt. Die Begrüßung spricht Peter Holzem, der Präsident der Bundespolizeidirektion. Die Einführung übernimmt die Kunsthistorikerin Pamela Hahn-Seiberth. Die Ausstellung läuft bis 8. Mai, sie kann nach der Vernissage nur in Absprache mit der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: (0 70 31) 21 28-10 14, besucht werden.

Zeitzeugen sind Personen, die von bestimmten Ereignissen Zeugnis geben können, weil sie zu der betreffenden Zeit gelebt haben, heißt es im Lexikon. "Auch Bilder oder Objekte sind Zeitzeugen einer künstlerischen Arbeit und der daraus ableitenden Entwicklung", sagt Elena Schmidt. Deshalb habe sie die Ausstellung so genannt. "So werden die kausalen Arbeitsfelder sichtbar, die zusammen mit den persönlichen Erfahrungen nötig waren, um zum künstlerischen Stand der Gegenwart zu kommen."

Seit vielen Jahren "malt" Elena Schmidt mit Teefiltern und ähnlichen benutzten Materialien - was zum Beispiel im Herbst 2016 im Böblinger Landratsamt zu sehen war. "Durch meine Arbeit setze ich das Abfallmaterial in einen neuen Kontext - das finde ich spannend", beschreibt die Hildrizhausenerin. Speziell beim Tee fasziniere sie, dass sich das Wechselspiel von Entstehen und Vergehen, Veränderung und Altern besonders deutlich zeige.

Elena Schmidt hat zuletzt immer wieder lokale Preise gewonnen, darunter den "Otto F. Scharr Kunstpreis" in Stuttgart-Vaihingen und den Publikumspreis einer Schau im Kloster Hegne in Allensbach.

Verwandte Artikel