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BÖBLINGEN (edi). Im Wilhelmsbau der KREISZEITUNG in der Böblinger Wilhelmstraße befindet sich im Dachgeschoss eine Kantine, die aber seit längerer Zeit nur noch von wenigen Mitarbeitern als Pausenraum genutzt wird. Viele schätzen die eher kärgliche Lokalität mit den kahlen Wänden und dem weißen Fliesenboden vor allem wegen des Zuggangs zur Dachterrasse, die zugleich als Parkdeck dient. Hier genießen Raucher ihr "Lungenbrötchen" und blättern dazu in der Zeitung.

Wer in diesen Tagen die Kantine betritt, erlebt eine Überraschung: Der Raum hat sich mächtig verändert. Auf der erhöhten Plattform in der hinteren Ecke steht ein aus Polstern und Paletten zusammengebautes Sofa, auf dem Boden liegen Matratzen und Bettwäsche, an den Wänden und an der Fensterfront hängen Poster und Stoffbanner mit Oasis, Bob Dylan, Che Guevara und dem roten Revoluzzer-Faust-Logo der Band Rage against the Machine darauf. Kurz gesagt: Es sieht aus, als wäre hier eine Studenten-WG eingezogen.

Im Grunde stimmt das auch, denn die Kantine ist seit Anfang Juni Kulisse für ein Drei-Personenstück namens "Gonzo", das genau hier am 4. November Premiere feiern soll. Dafür wird jetzt an jedem Wochenende eifrig geprobt. Auch an diesem Samstag und Sonntag stehen wieder viele Stunden Textarbeit, Stückentwicklung und Improvisation an.

Regie führt Hildegard Plattner, die ehemalige Leiterin der Böblinger Kunstschule und des Kinder- und Jugendtheaters (KiJu). "Hi, mach' was mit uns, wir wollen spielen!", zitiert Plattner, die von Freunden einfach nur "Hi" genannt wird, ihre ehemaligen KiJu-Schüler Carina Rogala, Adrian Spiess und Max Bernauer. Die drei haben von Kindesbeinen an mit Plattner Theater gemacht und hungern seit ihrer monumentalen Abschiedsinszenierung "55 Sommer" in Mauren danach, endlich wieder einmal auf der Bühne zu stehen.

Im Juli 2016 fällt der Entschluss: "Ja, wir machen gemeinsam eine freie Produktion." Die folgenden Monate verbringen Plattner und ihre Darsteller mit der Suche nach einem Drei-Personen-Stück. "Ich habe ganz viele Texte bestellt und gelesen. Am Ende haben wir die Auswahl auf fünf reduziert", erzählt sie. Ein Skript ragt dabei besonders heraus: "Gonzo" von dem Regisseur Kristo agor (Jahrgang 1976). Wieso ausgerechnet dieses Stück? "Weil wir es nicht verstanden haben", lacht Plattner. Aber genau das habe letztlich den Reiz ausgemacht. "Außerdem sind die Figuren tief und treu, gescheit, lebendig, lustig und noch viel mehr", schwärmt die Regisseurin, dass die Geschichte dem Trio im Grunde auf den Leib geschrieben sei.

"Gonzo" handelt von drei Mittzwanzigern, die zusammen in einer WG leben und gemeinsam ihre Grenzen austesten - sei es in der Liebe oder beim Konsumieren von Drogen. Das verspricht schon jetzt eine Menge Gesprächsstoff in und um Böblingen.

"Gonzo" verspricht eine Menge Gesprächsstoff

Um den schwer zugänglichen Stoff zu "erobern", nähern sich ihm Regisseurin und Darsteller so, wie sie das schon in alten KiJu-Zeiten getan haben: "ganzheitlich". Ab Oktober trifft sich die Truppe dafür einmal die Woche zum Lesen, Diskutieren und Improvisieren. Ab Januar nutzt das Ensemble oft mehrfach die Woche in Dettenhausen den Turnraum von Plattners Nichte, der Lerntherapeutin Andrea Johann.

Indes sucht die "Hi" weiter händeringend nach einem Aufführungsort. "Ich habe ja kein Zuhause mehr", lächelt die Frau, die ohne Theater weder sein mag, noch sein kann. Gut beschäftigt ist Plattner zwar auch so schon - etwa, wenn sie ihrer einstigen Theater-Gastgeberin Elisabeth Kenntner-Scheible auf dem Hofgut Mauren an den arbeitsreichen Schlachttagen beim Kochen aushilft. Auch für die Arztpraxis ihres Lebensgefährten Dr. Wolfram Wenig in Dettenhausen kocht sie. Aber wie sie selbst sagt: "Theater ist mein Leben!" Deshalb macht sie die Suche nach einer Spielstätte zur obersten Priorität.

Unglücklicherweise lässt der Terminplan ihrer Darsteller nur eine Aufführung im Herbst zu. An den bewährten Spielorten wie etwa dem Theater Altes Amtsgericht oder dem Theater in der Baracke hat sie keine Chance. "Logisch, die haben da alle selber Aufführungen", hat Plattner dafür volles Verständnis.

Also fragt sie bei KRZ-Verleger Matthias Schlecht an, einem langjährigen Unterstützer des KiJu-Theaters. Der bietet ihr seine Kantine an. Die Regisseurin zögert nicht lange und sagt zu. Anfang Juni zieht das Mini-Ensemble mit Sack und Pack ein. Zuvor fahren die Theatermacher aber noch in Plattners Heimat Kärnten, wo die Truppe in "Hi's Theaterscheune" sechs intensive Probentage verbringt und Teile des Stücks anschließend in kleinem Kreis aufführt.

Mittlerweile probt die Theater-WG jedes Wochenende fleißig in der Kantine auf dem Dach des Verlagsgebäudes. Zugegeben: ein ungewöhnlicher Spielort. Aber genau die sind schließlich Plattners Spezialität: Ob nun die "55 Sommer" in Mauren, ein Historienstück über Fürst Pückler inklusive Kamelen und Bauchtänzerinnen auf dem Gelände der Schönbuchschule in Hildrizhausen oder die einst kurzfristig vom Böblinger Gemeinderat verhinderte Inszenierung in der Aussegnungshalle auf dem Alten Friedhof - "Theaternomadin" Hildegard Plattner findet überall eine Bühne.

 

Zur Person: Hildegard Plattner

Im November 2014 wird Hildegard "Hi" Plattner vom Böblinger Gemeinderat nach 33 als Leiterin der Kunstschule und des Kinder- und Jugendtheaters Böblingen in den Ruhestand verabschiedet. In den beiden Jahren danach widmet die 1949 in Klagenfurt geborne Theaterpädagogin sich der lange aufgeschobenen Behandlung ihres schmerzgeplagten Körpers und unterzieht sich zwei Operationen (Hüfte und Sprunggelenk). Von der Bühnenarbeit kann die Begründerin des Böblinger Ensembles Theater Kulisse aber nie lange die Finger lassen. Deshalb führt sie im April 2016 in Stuttgart ihr selbst geschriebenes Stück über "Fürst Pückler" auf. Und am 4. November 2017 steht die Premiere ihrer aktuellen Inszenierung "Gonzo" in der KRZ-Kantine an. Karten können unter Telefon (0 71 57) 6 44 01 bei Hildegard Plattner in Dettenhausen reserviert werden.

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Hildegard Plattner inszeniert neues Stück in der KRZ-Kantine

Intensives Probenwochenende: Hildegard Plattner inszeniert das provokante Stück "Gonzo" - Spielort ist die Kantine der KREISZEITUNG in Böblingen

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    Adrian Spiess und Max Bernauer (von links) beim Proben in Plattners Theaterscheune Fotos: Dietmar Woywodt
  • Bild 2 von 5
    Die KRZ-Kantine hat sich in eine WG verwandelt. Foto: Langner
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    Das "Gonzo"-Ensemble bezieht mit Sack und Pack Quartier in der KRZ-Kantine. Zum Glück ist der Raum über einen Autofahrstuhl zu erreichen. Das spart Zeit und Kraft
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    Plattner beim Einzug in die Kantine
  • Bild 5 von 5
    Probenpause in Kärnten (v. l.): Max Bernauer, "Hi" Plattner, Adrian Spiess, Martin und Inge Frank, Wolle Wenig und Carina Rogala

Artikel vom 17. Juni 2017 - 10:00

BÖBLINGEN (edi). Im Wilhelmsbau der KREISZEITUNG in der Böblinger Wilhelmstraße befindet sich im Dachgeschoss eine Kantine, die aber seit längerer Zeit nur noch von wenigen Mitarbeitern als Pausenraum genutzt wird. Viele schätzen die eher kärgliche Lokalität mit den kahlen Wänden und dem weißen Fliesenboden vor allem wegen des Zuggangs zur Dachterrasse, die zugleich als Parkdeck dient. Hier genießen Raucher ihr "Lungenbrötchen" und blättern dazu in der Zeitung.

Wer in diesen Tagen die Kantine betritt, erlebt eine Überraschung: Der Raum hat sich mächtig verändert. Auf der erhöhten Plattform in der hinteren Ecke steht ein aus Polstern und Paletten zusammengebautes Sofa, auf dem Boden liegen Matratzen und Bettwäsche, an den Wänden und an der Fensterfront hängen Poster und Stoffbanner mit Oasis, Bob Dylan, Che Guevara und dem roten Revoluzzer-Faust-Logo der Band Rage against the Machine darauf. Kurz gesagt: Es sieht aus, als wäre hier eine Studenten-WG eingezogen.

Im Grunde stimmt das auch, denn die Kantine ist seit Anfang Juni Kulisse für ein Drei-Personenstück namens "Gonzo", das genau hier am 4. November Premiere feiern soll. Dafür wird jetzt an jedem Wochenende eifrig geprobt. Auch an diesem Samstag und Sonntag stehen wieder viele Stunden Textarbeit, Stückentwicklung und Improvisation an.

Regie führt Hildegard Plattner, die ehemalige Leiterin der Böblinger Kunstschule und des Kinder- und Jugendtheaters (KiJu). "Hi, mach' was mit uns, wir wollen spielen!", zitiert Plattner, die von Freunden einfach nur "Hi" genannt wird, ihre ehemaligen KiJu-Schüler Carina Rogala, Adrian Spiess und Max Bernauer. Die drei haben von Kindesbeinen an mit Plattner Theater gemacht und hungern seit ihrer monumentalen Abschiedsinszenierung "55 Sommer" in Mauren danach, endlich wieder einmal auf der Bühne zu stehen.

Im Juli 2016 fällt der Entschluss: "Ja, wir machen gemeinsam eine freie Produktion." Die folgenden Monate verbringen Plattner und ihre Darsteller mit der Suche nach einem Drei-Personen-Stück. "Ich habe ganz viele Texte bestellt und gelesen. Am Ende haben wir die Auswahl auf fünf reduziert", erzählt sie. Ein Skript ragt dabei besonders heraus: "Gonzo" von dem Regisseur Kristo agor (Jahrgang 1976). Wieso ausgerechnet dieses Stück? "Weil wir es nicht verstanden haben", lacht Plattner. Aber genau das habe letztlich den Reiz ausgemacht. "Außerdem sind die Figuren tief und treu, gescheit, lebendig, lustig und noch viel mehr", schwärmt die Regisseurin, dass die Geschichte dem Trio im Grunde auf den Leib geschrieben sei.

"Gonzo" handelt von drei Mittzwanzigern, die zusammen in einer WG leben und gemeinsam ihre Grenzen austesten - sei es in der Liebe oder beim Konsumieren von Drogen. Das verspricht schon jetzt eine Menge Gesprächsstoff in und um Böblingen.

"Gonzo" verspricht eine Menge Gesprächsstoff

Um den schwer zugänglichen Stoff zu "erobern", nähern sich ihm Regisseurin und Darsteller so, wie sie das schon in alten KiJu-Zeiten getan haben: "ganzheitlich". Ab Oktober trifft sich die Truppe dafür einmal die Woche zum Lesen, Diskutieren und Improvisieren. Ab Januar nutzt das Ensemble oft mehrfach die Woche in Dettenhausen den Turnraum von Plattners Nichte, der Lerntherapeutin Andrea Johann.

Indes sucht die "Hi" weiter händeringend nach einem Aufführungsort. "Ich habe ja kein Zuhause mehr", lächelt die Frau, die ohne Theater weder sein mag, noch sein kann. Gut beschäftigt ist Plattner zwar auch so schon - etwa, wenn sie ihrer einstigen Theater-Gastgeberin Elisabeth Kenntner-Scheible auf dem Hofgut Mauren an den arbeitsreichen Schlachttagen beim Kochen aushilft. Auch für die Arztpraxis ihres Lebensgefährten Dr. Wolfram Wenig in Dettenhausen kocht sie. Aber wie sie selbst sagt: "Theater ist mein Leben!" Deshalb macht sie die Suche nach einer Spielstätte zur obersten Priorität.

Unglücklicherweise lässt der Terminplan ihrer Darsteller nur eine Aufführung im Herbst zu. An den bewährten Spielorten wie etwa dem Theater Altes Amtsgericht oder dem Theater in der Baracke hat sie keine Chance. "Logisch, die haben da alle selber Aufführungen", hat Plattner dafür volles Verständnis.

Also fragt sie bei KRZ-Verleger Matthias Schlecht an, einem langjährigen Unterstützer des KiJu-Theaters. Der bietet ihr seine Kantine an. Die Regisseurin zögert nicht lange und sagt zu. Anfang Juni zieht das Mini-Ensemble mit Sack und Pack ein. Zuvor fahren die Theatermacher aber noch in Plattners Heimat Kärnten, wo die Truppe in "Hi's Theaterscheune" sechs intensive Probentage verbringt und Teile des Stücks anschließend in kleinem Kreis aufführt.

Mittlerweile probt die Theater-WG jedes Wochenende fleißig in der Kantine auf dem Dach des Verlagsgebäudes. Zugegeben: ein ungewöhnlicher Spielort. Aber genau die sind schließlich Plattners Spezialität: Ob nun die "55 Sommer" in Mauren, ein Historienstück über Fürst Pückler inklusive Kamelen und Bauchtänzerinnen auf dem Gelände der Schönbuchschule in Hildrizhausen oder die einst kurzfristig vom Böblinger Gemeinderat verhinderte Inszenierung in der Aussegnungshalle auf dem Alten Friedhof - "Theaternomadin" Hildegard Plattner findet überall eine Bühne.

 

Zur Person: Hildegard Plattner

Im November 2014 wird Hildegard "Hi" Plattner vom Böblinger Gemeinderat nach 33 als Leiterin der Kunstschule und des Kinder- und Jugendtheaters Böblingen in den Ruhestand verabschiedet. In den beiden Jahren danach widmet die 1949 in Klagenfurt geborne Theaterpädagogin sich der lange aufgeschobenen Behandlung ihres schmerzgeplagten Körpers und unterzieht sich zwei Operationen (Hüfte und Sprunggelenk). Von der Bühnenarbeit kann die Begründerin des Böblinger Ensembles Theater Kulisse aber nie lange die Finger lassen. Deshalb führt sie im April 2016 in Stuttgart ihr selbst geschriebenes Stück über "Fürst Pückler" auf. Und am 4. November 2017 steht die Premiere ihrer aktuellen Inszenierung "Gonzo" in der KRZ-Kantine an. Karten können unter Telefon (0 71 57) 6 44 01 bei Hildegard Plattner in Dettenhausen reserviert werden.

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