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Das Frauenwahlrecht als Schwerpunkt

Herrenberger Reihe "Brot und Rosen" auf geschichtlicher Spurensuche - Broschüre liegt vor

Artikel vom 08. Februar 2018 - 18:00

HERRENBERG (nat/nat). Die Streik-Parole "Brot und Rosen" wurde 1912 als Lied von über 20 000 Textilarbeiterinnen gesungen. Der Streik führte zu einer Lohnerhöhung von bis zu 25 Prozent. Seitdem gehört das Lied zur internationalen Frauenbewegung. Dieses Ereignis nimmt die Herrenberger Veranstaltungsreihe "Brot und Rosen" in den Fokus. Birgit Kruckenberg-Link, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herrenberg, hat für einen Zeitraum von annähernd zwei Monaten ein vielversprechendes Programm zusammengestellt.

Druckfrisch liegt die Broschüre zur Veranstaltungsreihe des Frauennetzwerks nun vor. Das diesjährige Motto lautet "Frauen wählen" und greift den Schwerpunkt Frauenwahlrecht auf. Die Veranstaltungen kann man im Zeitraum vom 2. März bis zum 28. April besuchen.

Höhepunkt ist der "Brot- und Rosenmarkt" am Samstag, 10. März, von 10 bis 17 Uhr. Gestöbert werden kann dann durch ein breitgefächertes Angebot an kunsthandwerklichen und selbst gemachten Sachen von über 60 Produzentinnen.

Ausstellung in der Stadtbibliothek

Auch historisch werden die Frauenrechte auf den Prüfstand gestellt: 1918 erhielten Frauen in Deutschland das Wahlrecht. 31 Jahre später wurde die Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Grundgesetz verankert. Die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter allerdings ist in vielen Bereichen bis heute nicht erreicht. Diesem komplexen Thema widmet sich die Ausstellung "Frauenrechte" von Claudia Nowak-Walz, die am Montag, 12. März, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek eröffnet wird und bis 14. April besucht werden kann. Von der Revolution 1848 bis ins Jahr 1933 - dem Jahr der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler - kämpften auch in Württemberg bürgerliche und sozialdemokratische Frauen für das Wahlrecht, für Zugang zu Bildung und Ausbildung sowie das Recht auf Berufstätigkeit.

Einen Vortrag zur Frauenbewegung in Württemberg hält Claudia Nowak-Walz am Samstag, den 21. April in der Galerie, Tübinger Straße 40

Die Organisation FRIDA (Frauen in die Parlamente) feiert am Internationalen Frauentag, 8. März, um 19 Uhr in der Alten Turnhalle, Seestraße 31, 100 Jahre Frauenwahlrecht mit festlichem Empfang und Musik. Der Eintritt hierzu ist frei.

Zum Thema "Equal Pay Day" lädt am Samstag, 17. März, die Frauenliste zum Gespräch am Infostand beim Klosterhof, Bonngasse 13 ein: Es geht um gleiches Geld für gleiche Arbeit - egal, ob sie von Männern oder Frauen geleistet wird.

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