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Verbesserungen für Radler in Herrenberg

Stadt greift Anregungen des ADFC und des Landkreises auf

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    Die Stadtverwaltung Herrenberg eine Anregung des (ADFC umgesetzt und die kurzfristig die Königsbergerstraße als Querverbindung im Wohngebiet Holdergraben für Radler geöffnet Foto: red

Verbesserungen im Radwegenetz hat jetzt die Stadt Herrenberg auf den Weg gebracht. Gleich an zwei Stellen gibt es Optimierungen - Radler dürfen auf der Königsbergerstraße entgegen der Einbahnstraße fahren und in der Benzstraße ab sofort die Fahrbahn nutzen.

Artikel vom 07. Dezember 2017 - 12:30

HERRENBERG (red). Ein neues Schild zeigt an, dass Fahrräder hier mehr dürfen als Autos: In der Königsberger Straße dürfen die Drahtesel ab sofort in beide Richtungen fahren - trotz Einbahnstraße. Das war zuvor nur dem Bus und Linientaxi erlaubt.

Die Stadtverwaltung Herrenberg hat kurzfristig eine Anregung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) umgesetzt und die Querverbindung im Wohngebiet Holdergraben für Radler geöffnet. Der städtische Verkehrsplaner Michael Tröger erklärt: "Mittlerweile ist es üblich und wird von den Regelwerken empfohlen, Einbahnstraßen für Radfahrer zu öffnen, wenn es die örtlichen Verhältnisse erlauben."

Unkomplizierte Lösungen kurzfristig umsetzen

Auch an anderer Stelle wurde nachgebessert: Warum muss man in der Benzstraße mit dem Rad auf dem kombinierten Geh-/ Radweg fahren, statt einfach die Straße zu nutzen? Diese Frage stellten sich einige Radler für den Abschnitt im östlichen Teil der Benzstraße. Darauf hat die Stadtverwaltung reagiert, die Verkehrsvorschrift angepasst und neue Schilder aufgestellt. Wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt, haben die Radler nun zwischen der Kreuzung an der Alten Turnhalle und der Stuttgarter Straße nun freie Wahl: Sie können entweder den Fußweg in beide Richtungen mitbenutzen, wobei sie natürlich auf Fußgänger achten müssen, oder die Straße befahren.

"Wir haben hier nach Abstimmung mit dem ADFC kurzfristig einen Maßnahmenvorschlag aus dem Radverkehrskonzept des Landkreises Böblingen umgesetzt", erklärt Verkehrsplaner Michael Tröger. Die Umsetzung von solchen unkomplizierten und kurzfristigen Verbesserungen für Verkehrsteilnehmer ohne Motor ist neben der langfristigen Integrierten Mobilitätsentwicklungsplanung seine Aufgabe im Rathaus.

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