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Kein neuer Käferfund in Hildrizhausen

Durchforstung der Baumkronen im 200-Meter-Radius rund um befallene Stellen abgeschlossen

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Artikel vom 13. September 2017 - 11:12

HILDRIZHAUSEN (red). Eine erfreuliche Nachricht gibt es aus Hildrizhausen. Am 5. September konnte das Kronenmonitoring mit professionellen Baumkletterern und dem Einsatz von Spürhunden in der 200-Meter-Zone erfolgreich abgeschlossen werden. Es wurden im gesamten Bereich von 200 Metern um jeden Befallsbaum keine weiteren Spuren des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) entdeckt.

Deshalb kann erst einmal aufgeatmet werden: Der Quarantänestatus, der es verbietet, Holz aus der Schönbuchgemeinde herauszuführen, muss vorerst nicht verlängert und auch nicht räumlich ausgeweitet werden. Hildrizhausen steht nach dem letzten Fund eines Befallsbaums vom Februar 2017 vorerst bis Februar 2021 unter Quarantäne. Denn der Schädling gilt weltweit als einer der zehn gefährlichsten - er kann ganze Laubholzwälder absterben lassen. Die Devise lautet deshalb, dass er restlos ausgerottet werden muss. Und auch die schwer zu entdeckenden Puppenstuben in den Zweigen der Laubbäume müssen unbedingt ausgemerzt werden.

Bäume der 500-Meter-Zone stehen ab Dienstag im Fokus

Am 20. September wird das Kronenmonitoring samt Spürhundeteams nun auf die 500-Meter-Zone ausgeweitet. Dieser Einsatz wird voraussichtlich weitere vier Wochen dauern. Hierfür bittet das Landratsamt die Bevölkerung wieder um Mithilfe. Mit etwa zwei Tagen Vorlauf wird das Landratsamt durch ein Schreiben im Briefkasten der betroffenen Hauseigentümer ankündigen, wann die Baumkletterer und Spürhundeteams voraussichtlich vor Ort sein werden. Es wird um Verständnis dafür gebeten, dass der Einsatz sich durch Unwägbarkeiten zeitlich etwas nach vorne oder hinten verschieben könnte.

Das Landratsamt bittet darum, dass an dem angekündigten Datum der Zugang zum Garten gewährt wird. Wenn das Grundstück ohne Probleme (auch für Hunde) betreten werden kann, brauchen die Betroffenen nichts weiter zu veranlassen. Andernfalls werden die Betroffenen gebeten, sich mit dem Nachbarn abzusprechen oder den Mitarbeitern des Landratsamtes persönlich den Zugang zu ermöglichen.

Während des Monitorings wird ein Mitarbeiter des Landratsamtes anwesend sein, der für etwaige Fragen zur Verfügung steht. Alle Mitarbeiter und beauftragten Unternehmer können sich mit einer vom Landratsamt ausgestellten Bescheinigung ausweisen. Aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsgeschwindigkeiten der Kletterer und der Spürhundeteams lässt es sich leider nicht vermeiden, dass zweimal der Zugang zum Grundstück gewährt werden muss.

Weitere Informationen und eine Karte der verschiedenen Zonen finden sich auf der Homepage des Landratsamtes unter http://www.lrabb.de/ALB. Bei Fragen kann man sich gerne unter (0 70 31) 66 32 33 0 an das Käfertelefon des Landkreises wenden, auch E-Mails an landwirtschaftsamt@lrabb.de werden beantwortet.

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