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Florian Glock: Schade, dass Magstadter Wahlkampf ins Persönliche abgleitet

Florian Glock, Bewerber um den Bürgermeisterposten in Magstadt, kritisiert den Umgangsstil mit seiner Person

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    Auch die zweite Kandidatenvorstellung vor der morgigen Bürgermeisterwahl hat die Magstadterinnen und Magstadter zuhauf angezogen Foto: Bischof

Florian Glock holte bei der Bürgermeisterwahl in Magstadt am 17. Dezember 43,4 Prozent der Stimmen. Ihm folgte Margit Holzwarth mit 18,6 Prozent. Dass die vier Kandidat(inn)en, die hinter diesem Spitzenduo rangierten, am Tag nach der Wahl eine Empfehlung für Holzwarth aussprachen, die sie am Donnerstag erneuerten, kritisiert Glock.

Artikel vom 12. Januar 2018 - 17:00

Von Werner Held

Herr Glock, macht es Sie nervös, dass diejenigen, die unbedingt verhindern wollen, dass Sie Bürgermeister in Magstadt werden, kurz vor dem entscheidenden Wahlgang noch einmal massiv an die Öffentlichkeit gehen?

Ich bin nicht nervös. Aber ich finde, dass es kein guter Stil ist, wenn die Kandidaten, die nach dem ersten Wahlgang zurückgezogen haben, so kurz vor der Wahl eine Pressekonferenz abhalten, in der sie nicht nur ihre Wahlempfehlung für Margit Holzwarth bekräftigen, sondern auch Dinge über mich verbreiten, die nicht stimmen.

 

Was stimmt denn nicht?

Beispielsweise, dass ich Magstadt zur Fallstudie meiner Doktorarbeit machen würde. Sie beschäftigt sich mit Bürgermeisterwahlen in Deutschland. Dazu habe ich über 3500 Parteimitglieder befragt.

 

Was sagen Sie zum Vorwurf, der Bürgermeisterposten sei nur eine Sprosse auf Ihrer Karriereleiter? Wenn einer der vier FDP-Bundestagsabgeordneten aus Rheinland-Pfalz ausfällt, hätten Sie ja die Chance nach Berlin zu gehen.

Ja, ich bin der erste Nachrücker. Aber ich habe mit meiner Partei geklärt, dass ich das Bundestagsmandat auf keinen Fall annehmen würde, wenn ich zum Bürgermeister gewählt würde. Das mit der Karriereleiter ist absoluter Unfug. Wenn ich Bürgermeister werde, bleibe ich in Magstadt und stelle mich in acht Jahren der Wiederwahl. Das ist in Magstadt bekannt.

 

Wie beurteilen Sie die Kampagne, die Ihre Gegner gegen Sie entfacht haben?

Es ist schade, dass der Wahlkampf ins Persönliche abgeglitten ist. Dabei gäbe es so viele Sachthemen, über die wir diskutieren könnten. Ziel sollte sein, die Gemeinde zu einen und sie nicht weiter zu spalten. Ich pflege den Dialog mit allen Menschen.

 

Wer unterstützt Sie im Wahlkampf?

Ich werde von meiner Familie und meinen Freunden aus meiner Heimat unterstützt. In Magstadt erhalte ich Hilfe aus der Mitte der Bevölkerung.