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Sindelfinger auf Motorrad-Ausfahrt in Weihnachtsmann-Montur

Enzo Meola hat eine Motorradler-Tour ans Glemseck organisiert

Artikel vom 27. Dezember 2017 - 12:54

Von Siegfried Dannecker

SINDELFINGEN. Weil es das Wetter vor Weihnachten erlaubt hat, war am legendären Biker-Treffpunkt am Leonberger Glemseck nochmal allerhand los. Für viele Motorradfreunde war es an Heiligabend die letzte Ausfahrt, bevor die Feuerstühle über den Winter eingemottet und im zeitigen Frühjahr 2018 wieder ausgepackt werden.

Unter den vielen Zweiradfreunden in den klassischen Lederkombis waren diesmal aber auch acht ganz besondere Typen, nämlich gewandet in rote Weihnachtsmann-Kutten. Ein echter Hingucker.

Organisiert hatte den Ausritt wie bereits im letzten Jahr der Sindelfinger Fahrlehrer Enzo Meola von der gleichnamigen Fahrschule in der Ziegelstraße. Erneut nahmen Freunde und ehemalige Fahrschüler an dem auffälligen Happening teil. "Wir haben das just for fun gemacht", so der 51-Jährige. Eine Gaudi halt: "Aber nächstes Jahr schauen wir, ob wir so eine Ausfahrt mit einem guten Zweck verbinden, also was für Kinder oder für Behinderte tun können", sagt der gebürtige Sindelfinger mit italienischen Wurzeln. Noch hat die Gaudi ja Aufmerksamkeitswert und keinen langen grauen Bart wie die Gesichtszier von Nikoläusen.

Unter ihren im Internet und via Ebay erworbenen Kutten hatten die acht Biker natürlich ihren schützenden Dress. "Kalt war's trotzdem", lacht Enzo Meola. Die Witterungsverhältnisse wären also so recht was für einen wärmenden Glühwein gewesen. Stattdessen gab es aber nur eine Tasse Kaffee. "Ich bin so oder so gegen Alkohol am Steuer", lässt der seit 1999 selbstständige Fahrlehrer, der auch Filialen in Magstadt und Aidlingen hat, unmissverständlich durchklingen. 24 Jahre lang unterrichtet er schon Motorradanfänger und Pkw-Eleven.

Wie die Geschäfte so laufen? "Gut", sagt Meola. Freilich stellt der 51-Jährige fest, dass viele junge Leute tatsächlich erstmal mehr Augen und Ohren für Smartphones oder PC-Technik hätten und der Führerschein nicht mehr so zentral wichtig sei. "Die Fahrschülerinnen und Fahrschüler werden reifer", weiß er: "Früher kamen sie mit 18, heute mit 25." Verkehrt muss das womöglich nicht sein. Mit dem Alter wird man ja bekanntlich ruhiger. Das kann vor Unfällen schützen und womöglich sogar lebensverlängernd sein.