Anzeige

Sindelfinger Stadtchef drängt bei Bundesstraßenanschluss

OB Vöhringer übergibt Verkehrsminister Hermann einen Brief in Sachen Lückenschluss zwischen den Bundesstraßen 464 und 295

  • img

Artikel vom 24. Dezember 2017 - 08:10

SINDELFINGEN (red/wrh). Sindelfingens OB Bernd Vöhringer hat die Freigabe des Verflechtungsstreifens der A 8/A 81 zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart und dem Leonberger Dreieck dazu genutzt, um Verkehrsminister Winfried Hermann in Sachen Lückenschluss B 464/B 295 ins Gebet zu nehmen. Seit Wochen wird Vöhringer vor allem von seinen Parteifreunden dazu gedrängt, in dieser Angelegenheit endlich aktiv zu werden. CDU-Fraktionschef Walter Arnold geißelte bei den Sitzungen in den vergangenen Wochen mehrfach die "untragbare Situation" an der Verbindung der beiden Bundesstraßen. Sie hat zur Folge, dass sich die Autos bis Sindelfingen zurückstauen, was wiederum Auto- und Lkw-Fahrer dazu verleitet, die B 464 zu verlassen und durch die Ortschaften zu fahren. Die Bürgermeister aller betroffenen Kommunen hätten in Stuttgart Druck gemacht, warf Arnold Vöhringer vor, "nur aus dem Sindelfinger Rathaus habe ich nichts gehört". Bei der Verkehrsfreigabe an der Autobahn übergab OB Vöhringer jetzt ein Schreiben, in dem er an den Minister Hermann appelliert, "die derzeitige verkehrliche Situation im Bereich der Verknüpfung B 464 und B 295 südlich von Renningen zu entspannen", wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt. "Die täglichen Rückstaus belasten nicht nur die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, sondern auch die Anwohner der angrenzenden Gemeinden und Ortschaften", so Vöhringer.

Wegen der Staus auf der B 464 nehme der Verkehr auch in Maichingen zu. "Die dadurch entstehenden Lärm- und Abgasbelastungen sind für die Anwohner nicht tragbar. Es ist und war immer erklärtes Ziel, den Verkehr in unserer Region stadtverträglich auszurichten und die innerörtlichen Lagen endlich vom Verkehr zu entlasten. Hier muss die Landesebene zügig aktiv werden, eine Lösung finden und diese auch ohne Verzögerung angehen", so Vöhringer weiter.

Durch die Baumaßnahmen an der A 8/A 81 habe sich die Verkehrssituation in den vergangenen Monaten verschärft. Künftige Infrastrukturprojekte stellen laut Vöhringer eine weitere Herausforderung dar: "Insbesondere im Hinblick auf den Ausbau der A 81 mit Überdeckelung muss die B 464 in der Bauphase eine leistungsfähige Ausweichstrecke darstellen."

Verwandte Artikel