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Binninger hört sich Sorgen der Flüchtlinge an

CDU-Bundestagsabgeordneter macht sein Versprechen wahr und besucht die Vorbereitungsklasse des Pfarrwiesen-Gymnasiums

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    Clemens Binninger mit den Schülerinnen und Schülern der internationalen Vorbereitungsklasse des Pfarrwiesen-Gymnasiums Foto: red

Artikel vom 11. Juli 2017 - 14:06

SINDELFINGEN (red). Der Bundestagsabgeordnete Clemens Binninger (CDU) machte ein Versprechen wahr und besuchte die Vorbereitungsklasse (VKL) des Gymnasiums in den Pfarrwiesen in Sindelfingen. Hier lernen seit Beginn des Schuljahres Schülerinnen und Schüler, die erst seit Kurzem in Deutschland sind und wegen ihrer Begabung ein Abitur schaffen können, wenn die sprachliche Integration funktioniert. Die meisten von ihnen sind aus ihrer Heimat geflohen und haben in Deutschland Asyl beantragt. Im Mai besuchten sie mit ihrer Lehrerin Meike Hertkorn Berlin und sollten dort auch mit dem Bundestagsabgeordneten Binninger sprechen. Dieser war jedoch kurzfristig verhindert und versprach einen persönlichen Gegenbesuch in Sindelfingen.

Die Schülerinnen und Schüler hatten kleine Spezialitäten aus ihrer jeweiligen Heimat gekocht und gebacken und freuten sich auf den Gast und die Gesprächsrunde. Zwar kamen auch Fragen zum Ergebnis des von Clemens Binninger geleiteten NSU-Ausschuss, aber das alles überragende Thema war die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Das, was die Schülerinnen und Schüler am meisten beschäftigt, was sie tagein, tagaus mit sich herumtragen, ist ihr Flüchtlings- beziehungsweise Aufenthaltsstatus und die Abschiebeproblematik.

Clemens Binninger versuchte den Schülerinnen und Schülern den Unterschied zwischen einem genehmigten Aufenthalt in Deutschland (zum Beispiel über Studium oder berufliche Tätigkeit) und einem Aufenthalt als Flüchtling zu erklären. Ein weit verbreiteter Irrtum sei, dass durch die Dauer des Aufenthaltes der Status und die Möglichkeit eines Verbleibens immer sicherer würde, so Binninger. Aber mit guten deutschen Sprachkenntnissen und einem Schulabschluss seien die Schülerinnen und Schüler der VKL bereits auf einem sehr guten Weg. Beeindruckt war der Volksvertreter vom Engagement und Integrationswillen der VKL-Schüler. Auch wenn vor allem die aus Afghanistan stammenden Jugendlichen die Wiederaufnahme der Abschiebungen fürchten, gab es an diesem Vormittag auch Hoffnungssignale angesichts guter Fortschritte bei der Integration der Flüchtlinge. Die meisten der aktuellen VKL-Schüler werden im neuen Schuljahr in Regelklassen integriert und streben weiterhin das große Ziel Abitur an.

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