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"Müde, aber froh", zeigten sich am Sonntag die ehrenamtlichen Macher des Internationalen Straßenfestes Sindelfingen um Vereinsvorstand Reiner Schill. Große Zufriedenheit herrschte bei allen Mitstreitern darüber, dass diesmal wohl die Rekordzahl von über 200 000 Besuchern geknackt worden ist. Einziges Problem: die Sicherheitsauflagen.

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SINDELFINGEN. Die Besucherzahlen sind natürlich Schätzungen, denn gezählt werden können die aus weit über Sindelfingen und den Kreis Böblingen hinaus in die Stadt strömenden Gästescharen nicht. "Sämtliche Parkplätze sind voll", wusste aber der für die Verkehrssicherung zuständige 2. stellvertretende Vereinsvorsitzende Florian Hellmig. Sehr genau kennen er und die anderen Vorstandsmitglieder dagegen die Jahr für Jahr höher werdenden Sicherheitsauflagen.

An der Grenze des Machbaren. Aus 40 Security-Kräften 2016 sind in diesem Jahr mehr als doppelt so viele geworden. Davon fast 50 allein zur Außersicherung. Dafür wurden auch eigens zehn Transporter angemietet und auf den Zufahrten zur Innenstadt quergestellt. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt. "Das sprengt unseren Rahmen", sagt die stellvertretende Vorsitzende Doris Tevnan mit Blick auf den 180 000 Euro schweren Jahresetat des ausrichtenden Vereins. "Wir sind an der Grenze angelangt", fasst Reiner Schill zusammen, "mehr können wir nicht leisten."

Umso schöner, dass das Fest die erwartete friedlich-fröhliche Multikulti-Sause mit knapp 50 beteiligten Nationen wurde und sogar die mit 50 Beamtinnen und Beamten involvierte Polizei meist freundlich begrüßt wurde. Ein paar Zecher, die doch ein wenig zu viel über den Durst getrunken hatten, oder die mitunter manch einem zu laute Musik blieben Randerscheinungen. Dem 42. Internationalen Straßenfest Sindelfingen vom 22. bis 24. Juni 2018 steht nach heutigem Stand nichts im Wege.

Lebensfreude international. Ungarn und Brasilien in direkter Nachbarschaft? Das geht nur beim Internationalen Straßenfest in Sindelfingen. Lángosch, Caipirinha und viele andere kulinarische Spezialitäten aus nah und fern zusammen mit jeder Menge gelungener Aufführungen auf den acht Bühnen lockten von Freitag bis Sonntag Stunde um Stunde viele zehntausend Gäste in die Daimlerstadt.

Kulinarischer Brennpunkt. Cevapcici hier, Donuts dort, Flammkuchenstand neben Cocktailbar, direkt gegenüber "Coffee to go" und frisch gepresste Fruchtsäfte oder einfach nur die beste Gyros Pita der Welt. Doch kulinarischer Brennpunkt des Internationalen Straßenfestes war trotz der Leckereien an allen Ecken im wahrsten Sinn des Wortes zweifellos der Wettbachplatz. Hier standen die kräftig rauchenden Holzkohlegrills der Vereinigung der Portugiesen. Sardinhas bereiteten fleißige Helfer zu, Tintenfisch und Gambas, die vielen schon beim bloßen Anblick das Wasser im Mund zusammen laufen ließen.

Exotik pur. Brasilianische und uruguayische Spezialitäten, Asiatisches aus Vietnam, Afrikanisches aus Angola und immer auch die passenden Getränke dazu. Das Speiseangebot beim 41. Internationalen Straßenfest ließ mit viel Exotik wahrlich kaum Wünsche offen. Noch einen drauf setzte die "Deutsch-australische Freundschaft". Nach dem Motto "Auf du und du mit dem Känguru" servierten deren Mitglieder am Stand in der Langen Straße "Outback-Spätzle" und dazu Känguru-Filet und -Wurst.

Mitreißende Klänge. Heimische Musik, aktuelle Hits und vor allem aber Klänge aus fremden Ländern erschallten beim Sindelfinger Straßenfest allerorten. Ob beim Albanischen Kulturverein oder bei der heißen Samba-Show von Lana Rubia da Silva alias "Brasilsambamaus". Einen ganz besonderen Ohrenschmaus, der immer wieder viele Zuhörerinnen und Zuhörer in seinen Bann zog, bot gleich am Beginn der Zielstraße "Karu Manta". Das Trio in seinen herrlichen Indianerkostümen riss das Publikum mit und entführte mit seinen Flötenklängen in die Welt der südamerikanischen Anden.

Von Latin bis Schwerttanz. Legion war die Zahl der Mitwirkenden bei den Tanzdarbietungen auf den Bühnen zwischen Marktplatz, Grabenstraße und Martinskirche. Bei der griechischen Gemeinde mischten bereits Vierjährige in den Reihen der pontischen Tänzerinnen und Tänzer mit, beim VfL-Tanzsportclub begeisterten neben zehn anderen Ensembles die neun zuckersüßen Mädels der Latin-Gruppe von Trainer Elazar Fayzulaev. Ein Hingucker ganz anderer Art waren sechs nicht mehr so junge Herren von der britischen Insel. "Sullivan's Sword Nottingham", so der Name der Gruppe, die mit ihrem englischen Schwerttanz ebenfalls jede Menge Applaus einheimste. Doch egal, ob sich bewegen lassen oder einfach nur gemütlich sitzen und schauen: Das Sindelfinger Internationale Straßenfest verbindet Kulturen und war - wieder einmal bei bestem Wetter - einen Besuch wert.

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Von Holger Schmidt

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  • Straßenfestmacher: "Mehr können wir nicht leisten"

    Wachsende Sicherheitsauflagen stellen Organisatoren vor immer größere Herausforderungen

    Sindelfingen "Müde, aber froh", zeigten sich am Sonntag die ehrenamtlichen Macher des Internationalen Straßenfestes Sindelfingen um Vereinsvorstand Reiner Schill. Große Zufriedenheit herrschte bei allen Mitstreitern darüber, dass diesmal wohl die Rekordzahl von über 200 000 Besuchern geknackt worden ist. Einziges Problem: die Sicherheitsauflagen.SINDELFINGEN. Die Besucherzahlen sind natürlich Schätzungen, denn gezählt werden können die aus weit über Sindelfingen und den Kreis Böblingen hinaus in die Stadt strömenden Gästescharen nicht. "Sämtliche Parkplätze sind voll", wusste aber der für die Verkehrssicherung

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