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Traurige Nachricht: Fuchs am Reitstall tot aufgefunden

Ein Vereinsmitglied fand das verendete Tier am Freitag in einem Holzverschlag

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    Letztes Bild des Fuchses auf der Tribüne des Böblinger Reit- und Fahrvereins in der Tiergartenstraße. Foto: red

Von Jan-Philipp Schlecht

Artikel vom 12. Januar 2018 - 15:39

BÖBLINGEN. Der Fuchs, der dieser Tage die Reiter am Stall in der Tiergartenstraße auf Trab gehalten hatte, ist tot. Ein Vereinsmitglied fand das verendete Tier am Freitagmorgen eingerollt in einem Holzverschlag. Es ist das Ende eines kleinen Dramas um den ausgewachsenen Rotfuchs, der in der Nähe zu Mensch und Tier wohl eine letzte Zuflucht gesucht hatte.

Der Streuner war am Montag das erste Mal an dem Reitstall aufgetaucht und hatte sich erstaunlich nah an Mensch und Tier herangewagt: Er kam durch ein Loch immer wieder auf die Tribüne der Reithalle. Das Tier litt augenscheinlich an der sogenannten Reude, eine Erkrankung, die Füchse kahl werden lässt.

Die dortige Reitlehrerin Marion Lorbert hatte verzweifelt versucht, vom zuständigen Jagdpächter und dem Wildtierbeauftragten am Landratsamt, Christian Kirch, Hilfe für das Tier zu organisieren. Eine geeignete Lebendfalle für den Fuchs konnten aber weder Kirch, noch der Jagdpächter bereitstellen. Die Reitlehrerin erhielt lediglich ein Formular per E-Mail, um sich solch eine Falle genehmigen zu lassen. Ein Erschießen des Fuchses durch den Jagdpächter kam nicht infrage, da sich die Reitanlage innerhalb der Stadtgrenzen befindet und ein Jäger dort nicht zur Waffe greifen darf.

Der Experte Christian Kirch riet zwischenzeitlich sogar, das Tier mit einer Schaufel zu erschlagen. Ein Vorschlag, der die tierlieben Reiter entsetzt zurückließ. Es steht die Frage im Raum, ob der Fuchs noch hätte gerettet oder früher erlöst werden können, wenn von Amtsseite her umgehend eine Lebendfalle zur Verfügung gestellt worden wäre.

► Die ganze Geschichte: Kranker Fuchs hält Reiter auf Trab

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