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Inklusive Foto-AG der Böblinger Albert-Schweitzer-Realschule

Jugendliche nehmen an Endausscheidung von "Jugendbegleiter.Kultur.Schule" teil

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    Die Foto-AG der ASR mit (hintere Reihe von links) Berit Erlbacher, Schulleiterin Andrea Honer und Johannes Söhner Foto: red

Teilhabe und Kreativität ist in der Foto-AG an der Böblinger Albert-Schweitzer-Realschule (ASR) groß geschrieben. Die Gruppe unter Leitung von Berit Erlbacher schaffte es beim Wettbewerb bis in die Endausscheidung und durfte unlängst in Stuttgart mit dabei sein.

Artikel vom 12. Dezember 2017 - 16:48

BÖBLINGEN (red). "Super, keine Schule, sondern ein Ausflug nach Stuttgart!" Die Begeisterung der Gruppe war groß, als die ASR-Schulleiterin Andrea Honer die frohe Botschaft über die Einladung zum Abschlusstag des Wettbewerbs " Jugendbegleiter.Kultur.Schule" überbrachte.

Die Gruppe um Berit Erlbacher, die zusammen mit Luzie Beyerlein und Laura Dummann die inklusive Foto-AG an der ASR leitet, hatte sich bei diesem Wettbewerb, eine Initiative der Stiftung Kulturelle Jugendarbeit beim Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Jugendstiftung Baden-Württemberg, beworben. Es wurden ein Kurzfilm und Fotokollagen zusammen mit einer Beschreibung der AG im Februar eingesendet. Und die Bemühungen hatten Erfolg.

So durfte die Gruppe zusammen mit Andrea Honer und Jugendreferent Johannes Söhner am Vormittag einer Probe der Stuttgarter Philharmoniker beiwohnen und im Anschluss bei der Preisverleihung im Renitenztheater den Tag ausklingen lassen. Die Mädels waren durchwegs begeistert. Die Klänge der Sinfonie Nr.2 von Rachmaninoff verbanden sie voll Begeisterung mit den Filmthemen wie Fluch der Karibik, die Schöne und das Biest, Schwanensee oder Aschenputtel. Keine Einbildung, wie ihnen bestätigt wurde, sondern Tatsache. Viele Melodien von Rachmaninoff flossen in Filme der Disney-Produktionen ein.

Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen verbanden die Böblinger beim Ortswechsel den Weg durch Stuttgart gleich mit ein wenig Sightseeing. Söhner, der Stuttgart wie seine eigene Westentasche kennt, geleitete die Gruppe durch die Markthalle weiter zum Schillerplatz und führte zu einem Platz, der mit Trampolinen und einem Karussell zum Toben einlud. Eine willkommene Abwechslung nach dem langen Stillsitzen und Zuhören im Gustav-Siegle-Haus.

Bei der Preisverleihung ging die Foto-AG zwar leer aus, doch Jule Hackbarth durfte in einem Interview ihre Eindrücke zum Besuch beim den Philharmonikern kundtun und alleine schon die Teilnahme an diesem schöngestalteten Tag, waren die Anstrengung im Vorfeld wert. " Die Konkurrenz in der Endauswahl war enorm. Wir als ASR haben weder das Equipment noch die Räumlichkeiten oder Zugriff auf Freilichtbühnen oder Filmstudios oder Druckwerkstätten. Da können wir leider nicht mithalten", resümierte Andrea Honer. "Es wäre schön, wenn unsere Stadt, die als Raum für Taten und Talente beworben wird, für genau solche Aktivitäten Geld zur Verfügung stellen würde. An Ideen, Kreativität und Schülern mit großen Ambitionen mangelt es nicht", meint auch Berit Erlbacher, die weiterhin diese Foto-AG, in der Teilhabe von Menschen mit Behinderung Alltag ist, anleitet.

Aktuell sind in der Gruppe auch einige Jungs mit am Fotografieren. Wo die Arbeiten am Ende des Jahres gezeigt werden, ist noch offen. Ein Angebot der Stadtbibliothek" im Höfle" besteht allerdings seit der ersten Vernissage. Jetzt wird erstmal fleißig weiterfotografiert.

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