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Energie vom Dach für Mieter

Energieagentur lädt zur Info-Veranstaltung über Mieterstrom

Artikel vom 14. November 2017 - 13:12

KREIS BÖBLINGEN (red). Bislang rechnete es sich in Mietshäusern kaum, Strom aus einer Photovoltaikanlage direkt an die Bewohner zu liefern. Zu hoch waren die administrativen, organisatorischen und rechtlichen Hürden, zu gering die Renditen. Das soll sich nun ändern: Das im Sommer verabschiedete Mieterstromgesetz garantiert Anlagenbetreibern in Zukunft einen zusätzlichen Zuschlag für den Strom, den sie direkt an die Mieter liefern, heißt es in einer Pressemitteilung der Energieagentur.

"Der Zuschlag wird aus der EEG-Umlage finanziert. So können Mieter Sonnenstrom vom eigenen Dach beziehen und zahlen dafür günstigere Preise, weil Netzentgelte, Abgaben sowie Stromsteuer entfallen", so Berthold Hanfstein, Geschäftsführer der Energieagentur Kreis Böblingen. Mieter zahlen für den Solarstromanteil vom eigenen Dach höchstens 75 Prozent und für den Gesamtstrombedarf höchstens 90 Prozent des Grundtarifs, der im jeweiligen Netzgebiet üblicherweise gilt.

Für den Mieter gibt es weitere Absicherungen. So ist der Vermieter verpflichtet, Strom zu liefern - auch wenn die Sonne nicht scheint und dadurch die Photovoltaikanlage nicht den kompletten Bedarf abdeckt. Zudem darf der Vertrag für Mieterstrom nicht mit dem Mietvertrag gekoppelt sein und der Mieterstromvertrag ist jährlich kündbar.

Das Thema Mieterstrommodelle steht im Zentrum des nächsten Arbeitskreises Energie, den die Energieagentur bei der Kreissparkasse Böblingen am 23. November durchführt. Infos: http://www.ea-bb.de

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