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Falkner-Wochenende in der Burg Hohenzollern

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    Zeugins einer selbstbewussten Dynastie: Die Burg Hohenzollern liegt in traumhafter Lage am Rande der Schwäbischen Alb. Vor 150 Jahren wurde sie neu aufgebaut Foto: red

Artikel vom 16. September 2017 - 10:12

BISINGEN (red). Am 3. Oktober 1867 wurde die dritte Burg Hohenzollern offiziell und feierlich eingeweiht. Das 150-jährige Jubiläum wird in den nächsten Wochen ausgiebig gefeiert.

Die Geschichte der Burg Hohenzollern beginnt nicht erst 1867, als die dritte Anlage dieser Art auf dem Zollerberg eingeweiht wird. Ihre urkundliche Ersterwähnung fand bereits vir 750 Jahren statt. Nach Jahrhunderten der Blüte waren Zerstörungen, Verfall sowie die Umgestaltung zu einer künstlichen Ruine der Anlass für einen umfassenden Wiederaufbau der Stammburg des Hauses Hohenzollern.

Am Beginn des Prozesses stand der Besuch des preußischen Kronprinzen im Jahr 1819. Der spätere König Friedrich Wilhelm IV. erkannte die Bedeutung der Burg für seine Dynastie und war der eigentliche Initiator des Projekts.

Die dritte Burg wurde nicht nur als Denkmal der Dynastie oder Besuchermagnet wahrgenommen. Entworfen vom königlichen Stararchitekten Friedrich August Stüler unter Mitwirkung des Historikers und Zeremonienmeisters Rudolf Graf von Stillfried-Alcántara, war ihre im Stil der Neogotik gefundene architektonische Form zugleich auch ein politisches Signal gegenüber den süddeutschen Staaten und Frankreich. Damit steht die Anlage nicht nur am Ende der Burgenromantik des 19. Jahrhunderts, sondern kann auch als Symbol der Expansionspolitik Otto von Bismarcks verstanden werden, die schließlich zur deutschen Reichseinigung führen sollte und den Machtanspruch des Hauses Hohenzollern innerhalb des Deutschen Reichs endgültig sicherte.

Wind, Wetter und Erdbeben setzten während der vergangenen 150 Jahre den Mauern der Burg empfindlich zu. Um den Bestand auch für die folgenden Generationen zu bewahren, sollen in den kommenden Jahrzehnten umfassende Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt werden. Die Bauarbeiten beginnen im Jubiläumsjahr.

Falkner-Wochenende

Am 16. und 17. September erobern majestätische Adler, pfeilschnelle Falken und imposante Uhus den Himmel über der Burg. Falkner Wolfgang Weller zeigt eine Falkner-Schau und erklärt allerlei Wissenswertes über die Kunst der Jagd und Falknerei (siehe Info).

Goldener Herbst und Jubiläumsfeier

Am Samstag und Sonntag, 30. September und 1. Oktober, findet im Burghof und im Burggarten der traditionelle Goldene Herbst statt. Da gibt es Leckereien aus dem Ländle, schwäbische Mundart und regionale Kleinkunst. Der Montag und Dienstag, 2. und 3. Oktober, steht im Zeichen des Burg-Jubiläums: Hierzu gibt es einen offiziellen Festakt mit viel Musik und Programm.

Ausstellung im Torturm

Die Sonderausstellung veranschaulicht die Entstehungs- und Nutzungsgeschichte der Burg anhand zahlreicher und teils noch nie öffentlich gezeigter Exponate, darunter Inventar der königlichen Wohnräume wie Porzellan, Möbel, Tapeten und Stoffe, Totenschilde aus der Michaelskapelle und der Helm des Dogen Marino Grimani. Eine Auswahl der erhaltenen Baupläne, historische Werkzeuge, Fotografien prominenter Besucher und gesellschaftlicher Ereignisse runden die Ausstellung ab.

Jubiläums-Bildband

"Burg Hohenzollern- ein Jahrtausend Baugeschichte" des Bauforschers und Denkmalpflegers Christian Kayser bietet bislang Unbekanntes und Eindrucksvolles zum Stammsitz des deutschen Kaiserhauses mit zahlreichen Einblicken hinter die Kulissen, erhältlich ab2. Oktober im Burgshop.

Info: Im Herbst wird das 150. Jubiläum der Burg Hohenzollern bei Hechingen gefeiert. An diesem Samstag und Sonntag (16. und 17. September) findet bereits ein Falkner-Wochenende statt. An beiden Tagen gibt es um 11.30, 14 und 16 Uhr je eine 45-minütige Vorführungen. Zwischen den Vorführungen haben die Besucher die Möglichkeit, die Greifvögel aus der Nähe zu sehen. Mehr Infos im Internet unter http://www.burg.hohenzollern.com.

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