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Zwei Sperrungen zwischen den Kreisen Calw und Böblingen sorgen für Staus

Gleich zwei Sperrungen zwischen den Kreisen Böblingen und Calw - Andernorts wieder freie Fahrt

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    Seit Montag ist die Straße von Deufringen nach Gechingen dicht Foto: Michael Schwartz

Artikel vom 11. September 2017 - 17:24

KREIS BÖBLINGEN (edi/hes). Als Verkehrsplaner gewinnt man keine Popularitätspreise. Schon gar nicht im Kreis Böblingen, wo zuletzt gefühlt jede zweite Straße über Wochen und Monate dicht war. Zählt man noch die Sperrung der Gäubahnstrecke zwischen Böblingen und Herrenberg sowie den Gleisausbau der Schönbuchbahn dazu, dann wundert es nicht, dass mancher Verkehrsteilnehmer die Welt nicht mehr versteht. Einige Sperrungen haben sich zwar mit Ende der Sommerferien erledigt, dafür sorgen jetzt Baumaßnahmen an anderer Stelle für Frust.

Aber zunächst die guten Nachrichten: Freie Fahrt haben Autofahrer wieder auf der K 1075 zwischen Gärtringen und Deckenpfronn. Die Sperrung wegen Belagsarbeiten ging über sechs Wochen. Seit Freitag ist die Strecke wieder befahrbar. Allerdings müssen Autofahrer noch mit kleineren Behinderungen rechnen, weil bis 22. September noch die Leitpfosten gesetzt werden.

Auch rollt der Verkehr wieder auf der Kreisstraße zwischen Hildrizhausen und Ehningen (K 1000), die Vollsperrung wurde im Lauf des Samstags aufgehoben. Die Sanierungsarbeiten an der Kreisstraße zwischen dem Ortsausgang Hildrizhausen und der A 81 waren Ende Juli angelaufen. Bis 16. September finden noch Restarbeiten statt, die den Verkehr infolge halbseitiger Fahrbahneinengung behindern werden. Auch müssen die Schutzplanken entlang der Strecke noch angebracht werden. Aus diesem Grund wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit zunächst begrenzt werden.

Im Westen des Landkreises sorgen dagegen gleich mehrere Baumaßnahmen für Sperrungen und Umleitungen, darunter die Sanierung der Aidlinger Ortsdurchfahrt und der Umbau der Straßen rund um die Nordumfahrung Darmsheim. Außerdem wurde am 28. August die Döffinger Straße am Ortsausgang von Dätzingen in Richtung Ostelsheim für ursprünglich vier Wochen gesperrt, weil die Gemeinde Grafenau dort die Hauptwasserleitung verlängert. Der vergleichsweise kleine Eingriff hat spürbare Auswirkungen: Der überörtliche Verkehr wird nämlich über Schafhausen umgeleitet. Dort sorgt die extrem kurz getaktete Ampelschaltung an der L 1182 für Staus: Gerade mal drei Autos kommen zwischen zwei Rot-Phasen durch.

Was die Situation noch verschlimmert: Seit diesem Montag und voraussichtlich bis Mitte November ist die Kreisstraße von Deufringen nach Gechingen (K 1066) gesperrt. Damit sind gleich zwei Hauptverkehrsachsen zwischen den Landkreisen Böblingen und Calw für zwei Wochen dicht.

"Bei unserer Straßenverkehrsbehörde waren beide Maßnahmen bekannt. Die Umleitungen dazu wurden von uns angeordnet", erklärt Dusan Minic, der Pressesprecher des Landkreises Böblingen auf KRZ-Nachfrage. Auch der Landkreis Calw sei in die Planung mit eingebunden gewesen. "Uns war auch bekannt, dass beide Sperrungen sich überschneiden würden", erklärt Minic. Da es sich aber nur um einen Zeitraum von zwei Wochen handeln sollte, sei man im Landratsamt zu der Einschätzung gekommen, dass diese Überlappung verschmerzbar sei. Gerade wegen der kurzen Dauer habe man bei der Straßenverkehrsbehörde auch davon abgesehen, die Ampelschaltung in Schafhausen zu verändern. "Da hängt ein sehr hoher Programmieraufwand daran. Deswegen lohnt sich das nur bei längeren Baumaßnahmen", erklärt Minic und verweist darauf, dass weiträumig ja auch noch die B 295 als Umgehungsstrecke zur Verfügung stehe.

Bleibt für Autofahrer nur die Devise: "Augen zu und durch". Zum Schluss gibt es aber auch noch eine gute Nachricht: Laut Grafenaus Ortsbaumeister Horst Bisinger sollen die Baumaßnahmen am Dätzinger Ortsausgang eine Woche früher als geplant fertig sein. "Nach derzeitigem Stand können wir die Straße am Samstag wieder freigeben", so Bisinger. Ursprünglich sollte die Strecke bis 23. September gesperrt bleiben.

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