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Die kleinen Lebensretter an der Decke haben die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt: Heulen die Rauchmelder los, bewahren sie viele Menschen vor gravierenden Schäden oder gar dem Tod. Die Feuerwehren nehmen dafür gerne mal den einen oder anderen Fehlalarm in Kauf.

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KREIS BÖBLINGEN. Ist es jetzt nur das Warnsignal für die erschöpfte Batterie oder droht Ungemach? Nicht immer lassen sich die Töne klar zuordnen, und manchmal rückt dann die Feuerwehr an. Um erleichtert festzustellen, dass gar keine Gefahr in Verzug ist. Bricht aber wirklich ein Feuer aus, sind die Warneinrichtungen ein Segen. So wie jüngst in Dätzingen, als dort ein Wohnhaus brannte. Für Grafenaus Schultes Martin Thüringer stand bei der Bürgerversammlung fest, dass die Bewohner ohne die Warnhelfer womöglich nicht lebend aus dem Haus gekommen wären. Auch für Kreisbrandmeister Guido Plischek sind die gesetzlich vorgeschriebenen Warnmelder dafür verantwortlich, dass seit Einführung der Brandmelderpflicht nur noch eine Tote bei einem Brand zu beklagen war.

Da ist er sich mit Markus Priesching, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes einig: Lieber einmal umsonst ausgerückt, als Leichen bergen müssen. Die 26 freiwilligen Feuerwehren mit rund 2500 Ehrenamtlichen waren 2016 über 6300 mal im Einsatz. Die zahl der Fehlalarme durch Rauchmelder hält sich da in engen Grenzen. "Insgesamt hat die Zahl der Fehlalarme prozentual nicht zugenommen", gab Erhard Mohr für die Renninger Wehr vor der Kreisversammlung der Wehren sogar Entwarnung.

In Ditzingen hat die Feuerwehr die Jahre 2004/2005 mit den "Rauchmelderjahren" 2015/2016 verglichen - weil im Vergleichszeitraum keine verfälschenden Naturkatastrophen vorkamen. Die Alarme aus Brandmeldeanlagen von Betrieben blieben dabei relativ konstant - auch die Quote der Fehlalarme mit 91 Prozent bei 79 Alarmierungen. Immerhin 19 Mal waren die neuen Rauchmelder verantwortlich fürs Ausrücken der Wehr. Wobei es zehn Fehleinsätze gab, also deutlich weniger als bei Firmen. Defekt der Geräte, harmloser Wasserdampf oder ein Störungssignal gehörten zu den Ursachen. Doch bei rund einem Drittel hatte angebranntes Essen die Wohnungen stark verqualmt, so dass die Feuerwehr belüften musste. "Die Entstehung eines offenen Feuers war jeweils nur eine Frage der Zeit", bilanziert Dr. Andreas Häcker von der Ditzinger Wehr. Aus zwei Wohnungen wurden Personen gerettet, die trotz der Piepser weiterschliefen. Eine Mutter mit zwei Kleinkindern wurde gerettet, alle Personen wiesen schon erhöhte Werte an tödlichem Kohlenmonoxid auf. Zweimal konnte die Feuerwehr die Brände noch am Entstehungsort eindämmen.

Im Jahr 2016 verzeichnete die Feuerwehr Böblingen 15 Alarme wegen eines akustisch hörbaren Haushaltsrauchmelders und musste dann auch aktiv werden. Laut Kommandant Thomas Frech ließen sich alle Alarme auf angebranntes oder vergessenes Essen auf Herd zurückführen. Bei den Einsätzen wurden mehrere Personen aus den Wohnungen gerettet und an das DRK übergeben. Unter anderem wurden die Feuer in der Schönaicher Straße in dem dortigen Hochhaus und in der Herrschaftsgartenstraße mit einer schwer verletzten Person zuerst als ausgelöste Rauchmelder an die Leitstelle gemeldet.

126 kam die Wehr umsonst

In Marsch gesetzt werden die Floriansjünger aber auch vermehrt durch die verfeinerten und verbesserten Meldesysteme in der Industrie oder in öffentlichen Gebäuden. In dichter Folge hintereinander jagten die Einsatzfahrzeuge in Böblingen vom Röhrer Weg in die Talstraße zu den Mercaden. Da gab es zu Beginn noch einigen Bedarf an feiner Steuerung. Oder Schulung der Mitarbeiter in der Pizzeria. Doch nach einer Überarbeitung der Meldeanlage waren Thomas Frech und seine Mannen nicht mehr Dauergast in der Bahnhofstraße. Was auch dem Betreiber des Einkaufstempel entgegen kommt. Denn jeder Einsatz kostet bares Geld. Auch wenn der Löschzug unverrichteter Dinge wieder abrückt. Insgesamt verzeichnete die Böblinger Wehr im Jahr 2016 immerhin 126 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen oder Rauchmelder.

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Von Otto Kühnle

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  • Rauchmelder: Mehr Fehlalarme und weniger Tote

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