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Eine Frau (Heide Miersch-Maltry) steht vor Gericht. Was ihr vorgeworfen wird, klingt reichlich absurd: "Am Vormittag des 24. Juni sollen Sie ein Gewitter heraufbeschworen haben", liest der Ankläger (Axel Finkelnburg) aus der Klageschrift vor. "Wer behauptet denn diesen Schwachsinn?", will die Frau wissen. Ihr Gesichtsausdruck und ihre Körpersprache drücken zunächst eine Mischung aus Belustigung und Aufmüpfigkeit aus. Diese Haltung schlägt allerdings schon bald um in verzweifelte Angst und fassungsloses Entsetzen, als ihr klar wird, wohin das alles führen wird: nämlich zu grausamer Folter und Tod durch Hinrichtung.

Die Szene gehört zu dem Stück "denunziert. verfolgt. getötet.", das Dieter E. Hülle und Sabine Duffner eigens für die Biennale geschrieben haben. Das seit Jahrzehnten in der städtischen Kultur- und Theaterszene aktive Ehepaar hat darin die Hexenverfolgung in Sindelfingen aufgearbeitet. "Die Idee ist bereits beim 750-jährigen Stadtjubiläum entstanden", erklärt Sabine Duffner, die in dem Stück auch eine der angeklagten Frauen spielt. Damals, im Jahr 2013, hatten sich Duffner und weitere Mitglieder des Theaterensemble Sindelfingen am Festwochenende im Rahmen des "Zeitspaziergangs" diesem dunklen Kapitel der Stadtgeschichte angenommen. Das Schauspiel basiert auf historischen Ereignissen: In der kleinen Stadt, die damals etwa 1400 Einwohner hatte, wurden zwischen 1563 und 1616 mindestens 17 Frauen als Hexen verbrannt.

"Wir lösen uns allerdings von den historischen Protokollen aus dem Stadtarchiv", erklärt Duffner. Die Biografien der angeklagten Frauen sind frei erfunden. Dennoch stehen sie exemplarisch für die Hexenprozesse, die in dieser Zeit tatsächlich in Sindelfingen und vielen weiteren Orten stattgefunden haben. Und das in einer Zeit, in der man solchen Aberglauben gar nicht vermuten würde. "Viele denken ja, diese Hexenprozesse hätten im tiefsten Mittelalter stattgefunden", erklärt Duffner. Dabei war zu diesem Zeitpunkt schon längst die frühe Neuzeit angebrochen - das Zeitalter der Aufklärung war also nur noch ein halbes Jahrhundert entfernt.

Premiere des Theaterfragments ist am 7. Juli in der Altstadt. Präsentiert wird das Stück in Form eines Altstadttheaters an verschiedenen Stationen entlang dem von Sindelfingens ehemaligem Stadtarchivar und Kulturamtsleiter konzipierten "Hexenpfad". Inszeniert wird die Aufführung von Axel Krauße, der schon einige Stücke mit dem Theaterensemble Sindelfingen inszeniert hat. Als Moderatoren werden Ingo Sika und Sarah Kupke durch die Handlungsbruchstücke führen. Die Musik zu dem Schauspiel hat Wolfram Graf komponiert, der bereits die Kompositionen zu Hülles traditionellem Christgeburt-Altstadttheater beigetragen hat.

"Wolfram Grafs Musik ist eine kongeniale Erweiterung des Texts", schwärmt Duffner am Rande einer Probe im Sindelfinger Theaterkeller. "Durch die Musik wird die Sprache nacherzählt und zugleich erweitert", erklärt sie. Die Musik wird Schauspieler und Zuschauer auf ihrem Weg durch die Altstadt begleiten. Startpunkt der Aufführungen wird der Serenadenhof hinter dem Alten Rathaus sein. Endpunkt ist an der Nordseite der Martinskirche. "Dort erwartet die Zuschauer eine Überraschung", kündigt Duffner eine geistreiche Verknüpfung des historischen Stoffs mit unserer heutigen Zeit an - schließlich ist das Thema Verfolgung auch im Jahr 2017 noch immer schmerzhaft aktuell.

Drinnen im Theaterkeller geht die Probe weiter. Vorn in der ersten Reihe sitzt Dieter E. Hülle und liest parallel mit, was die Darsteller aus seinem Manuskript vortragen. Weil Regisseur Krauße an diesem Abend nicht da ist, gibt Hülle gelegentlich Anweisungen in Richtung Bühne. "Das dürfte insgesamt ein bisschen pointierter sein", sagt er an einer Stelle. Oder: "Sei ein bisschen angriffslustiger. Du bist zu zurückhaltend." Axel Finkelnburg spielt in der Inszenierung einen Vogt, Karsten Spitzer einen Pfarrer. In der Rolle der Ankläger zitiert Finkelnburg in kalter Beamtenhaftigkeit eine Frau nach der anderen vor und konfrontieren sie mit aberwitzigen Vorwürfen und Verleumdungen.

Als Zuschauer zuckt man unwillkürlich zusammen

Als Zuschauer möchte man man in Anbetracht solcher Kleingeistigkeit und Ignoranz nur noch belustigt den Kopf schütteln - zumindest solange, bis einer der beiden Ankläger an der Eskalationsschraube dreht: "HALT DEIN SCHÄNDLICHES MAUL!", poltert Karsten Spitzer plötzlich los, als ihm eine vermeintliche Hexe zu aufsässig wird. In diesem Moment zuckt man mit der Angeklagten unwillkürlich zusammen und man spürt: Diese Situation ist todernst.

Zwar haben die Darsteller bei der Probe sommerlich-moderne Alltagskleidung an - Finkelnburg trägt Jeans, Spitzer eine kurze Cargo-Hose - an der Intensität des Geschehens auf der Bühne ändert dies aber gar nichts. Im Gegenteil: Als wenige hundert Meter Luftlinie entfernt die Glocken der Martinskirche läuten, schießt einem als Zuschauer spontan der Gedanke durch den Kopf, dass vielleicht dieselben Glocken einst die buchstäblich letzte Stunde dieser armen Frauen geschlagen haben.

 

Hintergrund: Altstadttheater zum Hexenpfad

Im Rahmen der Biennale Sindelfingen 2017 wird in der Altstadt das Theaterfragment "denunziert. verfolgt. getötet." zum Sindelfinger Hexenpfad gezeigt. Uraufführung ist am Freitag, 7. Juli, um 20.30 Uhr.

 

Der Text stammt von Dieter E. Hülle und Sabine Duffner, die Musik von Wolfram Graf. Regie führt Axel Krauße. Mitwirkende sind Anna Baruzzi, Sabine Duffner, Axel Finkelnburg, Sarah Kupke, Heide Miersch-Maltry, Emmy Schütz-Plehn, Ingo Sika, Karsten Spitzer und Alexander Wiedmann (alle Theaterensemble Sindelfingen) sowie Musikstudenten der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Aufführungsorte: Serenadenhof Sindelfingen, Kurze Gasse und Nordplatz der Martinskirche. Weitere Aufführungen stehen am 9., 16., 18., 19. und 20. Juli an. Aufführungsbeginn ist jeweils um 20.30 Uhr. Die Aufführung dauert etwas mehr als 100 Minuten.

Die Handlung beruht zum einen auf den überlieferten Kirchen- und Stadtarchiv-Aufzeichnungen Sindelfingens, zum anderen aus geschichtlichen Quellen der damaligen Zeit. Die historischen Prozesse wurden im Sindelfinger Rathaus, dem heutigen Stadtmuseum, geführt. Die nach den Verhören und Foltermaßnahmen verurteilten Frauen brachte man vor den Augen der schaulustigen Bevölkerung in den damaligen Oberen Stadtturm. Dort wurden sie bis zu ihrer Hinrichtung unter menschenunwürdigen Bedingungen eingekerkert. Diese Szene spielt im Altstadtbereich Kurze Gasse. Die Aufführung wird am Nordplatz der Martinskirche enden, zum Abschluss gibt es eine Würdigung der in Sindelfingen verurteilten und hingerichteten Frauen und ein Statement zur aktuellen Zeit.

Der Eintritt kostet drei Euro. Vorverkauf und weitere Informationen beim i-Punkt am Marktplatz 1, Telefon (0 70 31) 9 43 25.

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Biennale Sindelfingen: Probenbesuch beim Altstadttheater

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    Beim Posieren fürs Pressefoto mit Leidenschaft bei der Sache (von links): die Ensemblemitglieder Karsten Spitzer, Sabine Duffner, Emmy Schütz-Plehn, Axel Finkelnburg und Heide Miersch-Maltry bei der Probe im Theaterkeller. Vorne sitzt Dieter E. Hülle, der Hauptautor des Stücks Foto: Langner

Artikel vom 20. Juni 2017 - 01:00

Eine Frau (Heide Miersch-Maltry) steht vor Gericht. Was ihr vorgeworfen wird, klingt reichlich absurd: "Am Vormittag des 24. Juni sollen Sie ein Gewitter heraufbeschworen haben", liest der Ankläger (Axel Finkelnburg) aus der Klageschrift vor. "Wer behauptet denn diesen Schwachsinn?", will die Frau wissen. Ihr Gesichtsausdruck und ihre Körpersprache drücken zunächst eine Mischung aus Belustigung und Aufmüpfigkeit aus. Diese Haltung schlägt allerdings schon bald um in verzweifelte Angst und fassungsloses Entsetzen, als ihr klar wird, wohin das alles führen wird: nämlich zu grausamer Folter und Tod durch Hinrichtung.

Die Szene gehört zu dem Stück "denunziert. verfolgt. getötet.", das Dieter E. Hülle und Sabine Duffner eigens für die Biennale geschrieben haben. Das seit Jahrzehnten in der städtischen Kultur- und Theaterszene aktive Ehepaar hat darin die Hexenverfolgung in Sindelfingen aufgearbeitet. "Die Idee ist bereits beim 750-jährigen Stadtjubiläum entstanden", erklärt Sabine Duffner, die in dem Stück auch eine der angeklagten Frauen spielt. Damals, im Jahr 2013, hatten sich Duffner und weitere Mitglieder des Theaterensemble Sindelfingen am Festwochenende im Rahmen des "Zeitspaziergangs" diesem dunklen Kapitel der Stadtgeschichte angenommen. Das Schauspiel basiert auf historischen Ereignissen: In der kleinen Stadt, die damals etwa 1400 Einwohner hatte, wurden zwischen 1563 und 1616 mindestens 17 Frauen als Hexen verbrannt.

"Wir lösen uns allerdings von den historischen Protokollen aus dem Stadtarchiv", erklärt Duffner. Die Biografien der angeklagten Frauen sind frei erfunden. Dennoch stehen sie exemplarisch für die Hexenprozesse, die in dieser Zeit tatsächlich in Sindelfingen und vielen weiteren Orten stattgefunden haben. Und das in einer Zeit, in der man solchen Aberglauben gar nicht vermuten würde. "Viele denken ja, diese Hexenprozesse hätten im tiefsten Mittelalter stattgefunden", erklärt Duffner. Dabei war zu diesem Zeitpunkt schon längst die frühe Neuzeit angebrochen - das Zeitalter der Aufklärung war also nur noch ein halbes Jahrhundert entfernt.

Premiere des Theaterfragments ist am 7. Juli in der Altstadt. Präsentiert wird das Stück in Form eines Altstadttheaters an verschiedenen Stationen entlang dem von Sindelfingens ehemaligem Stadtarchivar und Kulturamtsleiter konzipierten "Hexenpfad". Inszeniert wird die Aufführung von Axel Krauße, der schon einige Stücke mit dem Theaterensemble Sindelfingen inszeniert hat. Als Moderatoren werden Ingo Sika und Sarah Kupke durch die Handlungsbruchstücke führen. Die Musik zu dem Schauspiel hat Wolfram Graf komponiert, der bereits die Kompositionen zu Hülles traditionellem Christgeburt-Altstadttheater beigetragen hat.

"Wolfram Grafs Musik ist eine kongeniale Erweiterung des Texts", schwärmt Duffner am Rande einer Probe im Sindelfinger Theaterkeller. "Durch die Musik wird die Sprache nacherzählt und zugleich erweitert", erklärt sie. Die Musik wird Schauspieler und Zuschauer auf ihrem Weg durch die Altstadt begleiten. Startpunkt der Aufführungen wird der Serenadenhof hinter dem Alten Rathaus sein. Endpunkt ist an der Nordseite der Martinskirche. "Dort erwartet die Zuschauer eine Überraschung", kündigt Duffner eine geistreiche Verknüpfung des historischen Stoffs mit unserer heutigen Zeit an - schließlich ist das Thema Verfolgung auch im Jahr 2017 noch immer schmerzhaft aktuell.

Drinnen im Theaterkeller geht die Probe weiter. Vorn in der ersten Reihe sitzt Dieter E. Hülle und liest parallel mit, was die Darsteller aus seinem Manuskript vortragen. Weil Regisseur Krauße an diesem Abend nicht da ist, gibt Hülle gelegentlich Anweisungen in Richtung Bühne. "Das dürfte insgesamt ein bisschen pointierter sein", sagt er an einer Stelle. Oder: "Sei ein bisschen angriffslustiger. Du bist zu zurückhaltend." Axel Finkelnburg spielt in der Inszenierung einen Vogt, Karsten Spitzer einen Pfarrer. In der Rolle der Ankläger zitiert Finkelnburg in kalter Beamtenhaftigkeit eine Frau nach der anderen vor und konfrontieren sie mit aberwitzigen Vorwürfen und Verleumdungen.

Als Zuschauer zuckt man unwillkürlich zusammen

Als Zuschauer möchte man man in Anbetracht solcher Kleingeistigkeit und Ignoranz nur noch belustigt den Kopf schütteln - zumindest solange, bis einer der beiden Ankläger an der Eskalationsschraube dreht: "HALT DEIN SCHÄNDLICHES MAUL!", poltert Karsten Spitzer plötzlich los, als ihm eine vermeintliche Hexe zu aufsässig wird. In diesem Moment zuckt man mit der Angeklagten unwillkürlich zusammen und man spürt: Diese Situation ist todernst.

Zwar haben die Darsteller bei der Probe sommerlich-moderne Alltagskleidung an - Finkelnburg trägt Jeans, Spitzer eine kurze Cargo-Hose - an der Intensität des Geschehens auf der Bühne ändert dies aber gar nichts. Im Gegenteil: Als wenige hundert Meter Luftlinie entfernt die Glocken der Martinskirche läuten, schießt einem als Zuschauer spontan der Gedanke durch den Kopf, dass vielleicht dieselben Glocken einst die buchstäblich letzte Stunde dieser armen Frauen geschlagen haben.

 

Hintergrund: Altstadttheater zum Hexenpfad

Im Rahmen der Biennale Sindelfingen 2017 wird in der Altstadt das Theaterfragment "denunziert. verfolgt. getötet." zum Sindelfinger Hexenpfad gezeigt. Uraufführung ist am Freitag, 7. Juli, um 20.30 Uhr.

 

Der Text stammt von Dieter E. Hülle und Sabine Duffner, die Musik von Wolfram Graf. Regie führt Axel Krauße. Mitwirkende sind Anna Baruzzi, Sabine Duffner, Axel Finkelnburg, Sarah Kupke, Heide Miersch-Maltry, Emmy Schütz-Plehn, Ingo Sika, Karsten Spitzer und Alexander Wiedmann (alle Theaterensemble Sindelfingen) sowie Musikstudenten der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Aufführungsorte: Serenadenhof Sindelfingen, Kurze Gasse und Nordplatz der Martinskirche. Weitere Aufführungen stehen am 9., 16., 18., 19. und 20. Juli an. Aufführungsbeginn ist jeweils um 20.30 Uhr. Die Aufführung dauert etwas mehr als 100 Minuten.

Die Handlung beruht zum einen auf den überlieferten Kirchen- und Stadtarchiv-Aufzeichnungen Sindelfingens, zum anderen aus geschichtlichen Quellen der damaligen Zeit. Die historischen Prozesse wurden im Sindelfinger Rathaus, dem heutigen Stadtmuseum, geführt. Die nach den Verhören und Foltermaßnahmen verurteilten Frauen brachte man vor den Augen der schaulustigen Bevölkerung in den damaligen Oberen Stadtturm. Dort wurden sie bis zu ihrer Hinrichtung unter menschenunwürdigen Bedingungen eingekerkert. Diese Szene spielt im Altstadtbereich Kurze Gasse. Die Aufführung wird am Nordplatz der Martinskirche enden, zum Abschluss gibt es eine Würdigung der in Sindelfingen verurteilten und hingerichteten Frauen und ein Statement zur aktuellen Zeit.

Der Eintritt kostet drei Euro. Vorverkauf und weitere Informationen beim i-Punkt am Marktplatz 1, Telefon (0 70 31) 9 43 25.

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