Anzeige

Nachfrage an Fachkräften ist weiterhin hoch

Die Arbeitslosenquote blieb im April im Landkreis Böblingen stabil bei 3,1 Prozent

  • img
    Petra Cravaack, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Stuttgart / Foto: Bischof/Archiv

Artikel vom 03. Mai 2017 - 11:12

KREIS BÖBLINGEN (red). Im April zeigte sich im Landkreis Böblingen laut der Agentur für Arbeit Stuttgart eine Seitwärtsbewegung. Insgesamt waren 6595 Personen arbeitslos gemeldet - das waren 20 mehr als im März. Die Arbeitslosenquote blieb in Folge stabil bei 3,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich, dass das gute Niveau gehalten wurde. Vor einem Jahr waren 50 Frauen und Männer mehr ohne Beschäftigung und die Arbeitslosenquote lag um 0,1 Prozentpunkt höher bei 3,2 Prozent. "Aus den absoluten Zahlen allein lässt sich nicht unmittelbar ablesen, welche Dynamik sich am Arbeitsmarkt im Landkreis Böblingen zeigt", bemerkt Petra Cravaack, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stuttgart. "Dazu muss man die Bewegungszahlen betrachten."

Eine neue Stelle traten 714 Personen im April an. Das waren 48 mehr als im März, aber 40 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig stieg aber auch die Zahl derer, die ihre sozialversicherungspflichtige Tätigkeit verloren haben, um 147 auf 876 Frauen und Männer. "Diese Dynamik, die den Arbeitsmarkt im Landkreis Böblingen kennzeichnet, war dieses Jahr im März am stärksten ausgeprägt", so Petra Cravaack. "Die Jugendlichen profitierten im zurückliegenden Monat noch am ehesten vom guten Arbeitsmarkt. Nur 522 von ihnen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 24 weniger als im März." In Folge sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen um 0,1 auf 2,4 Prozent. Vor einem Jahr hatte deren Quote allerdings 2,1 Prozent betragen.

Der Stellenmarkt im Landkreis Böblingen wuchs im April nicht weiter. Bei den offenen Stellen waren 927 Neuzugänge zu verbuchen. Das waren zwar 41 weniger als im März, aber 48 mehr als im April 2016. Der Bestand reduzierte sich um 92 auf 2282 freie Stellen - auch hier lag das Niveau noch einmal leicht über dem Vorjahr.

In Weiterbildung investieren

"Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich zu Beginn des zweiten Quartals an der guten Verfassung des Arbeitsmarktes im Landkreis Böblingen nichts geändert hat, die Veränderungen sind minimal und die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften setzte sich fort", erklärt Petra Cravaack. "Gesucht wurden allerdings vor allem Fachkräfte. Gleichzeitig haben rund 43 Prozent aller Arbeitslosen keine Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Qualifikationen der arbeitslosen Menschen und die Anforderungen der Stellen nur zu einem geringen Anteil übereinstimmen und der Marktausgleich immer schwieriger wird. Daher investieren wir auch weiterhin konsequent in die Aus- und Weiterbildung unserer Kunden."

Verwandte Artikel