Heizen wider die gesetzlichen Vorschriften

Leserbrief vom 20. Dezember 2017 - 16:18

Zum Thema "Heizen im Stadtteil Diezenhalde".

Im Bebauungsplan Diezenhalde 2.3 steht für alle Bauherren unter Punkt 2.2. gut lesbar geschrieben: "Die Verbrennung von festen und flüssigen Brennstoffen ist im gesamten Verfahrensbereich nicht zulässig, gem. § 111(2) 3 LBO. Eine Ausnahme bilden nicht der ständigen Beheizung dienende offene Kaminfeuer sowie Feuerstätten für den Notfall."

Dieser Notfall scheint bei einigen Zeitgenossen während der gesamten Heizperiode (von Mitte Oktober bis Mitte März) real zu existieren. Da werden ganze Lastwagenladungen von Heizmaterial herangeschafft und dann auf "Teufel komm raus" geheizt. Zusätzlich wird dann noch der Hausmüll verbrannt. Das schadet zwar der Umwelt und der Nachbarschaft aber es schont den Geldsäckel der professionellen Heizer. Nach dem Motto: Was interessiert mich die Luftreinhaltung und die saubere Fernwärme, wenn ich sparen kann.

Für die Fernwärmeabnehmer ist das alles wie Hohn. Denn: Sie können die Fenster nicht aufmachen wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, in der eigenen Wohnung zu ersticken. Das grenzt schon an vorsätzliche Körperverletzung. Außerdem ist es ein Verstoß gegen das Gesetz und ein egoistisches Handeln gegen die Stadtwerke Böblingen und die gesetzestreuen Fernwärmekunden.

Das Verhalten der Heizaktivisten resultiert auch aus der Gewissheit, dass sie sich absolut sicher fühlen, weil eine Beweisführung durch die Behörden schwierig ist.

Dieter W.Schmidt Böblingen