Gleichberechtigung beim Steuerabzug

Leserbrief vom 11. Dezember 2017 - 14:42

Zum Artikel "EU stellt 17 Steueroasen den Pranger" vom 6. Dezember.

Peter Altmaier (Finanzminister, CDU): "Die wichtigste Konsequenz ist, dass in den betroffenen Ländern eine Debatte über das Thema Steuervermeidung und die möglichen Konsequenzen einer Verweigerungshaltung in Gang kommt." Herr Altmaier, a.) Die Debatte ist seit einigen Jahren in Gang; b.) dafür sind sie interimsmäßig also nicht nicht gewählt. Wie wäre es mit einer interimsmäßigen Aussetzung ihres Gehaltes wegen Schlechtleistung? Ja klar, den Schäuble Fehler wiederholen, der einst die Schweiz auch nur anmahnen wollte, weil es nichts bringe zu fordern. Feudale Gewinnprämien für Manager vor Volksrecht, kann ich nur sagen. Per Lobbyarbeit führen, einige Großunternehmen, die nur circa 20 Prozent aller Arbeitsplätze unterhalten, die EU Staaten in die Nähe der Staatspleite. Und unser Interimsduo Altmaier/Merkel versäumt es in der EU auf den Tisch zu hauen. Und will noch weiterregieren.

Wie wäre es mit der Wiederholung des Kohl-Fehlers der freiwilligen Selbstverpflichtung von Firmen? Jetzt erweitert auf die Bezahlung der Steuern? Keine Traute? Dann einfach Gleichberechtigung schaffen: Steuerzahlungsfreiwilligkeit für alle. Geht nicht? - welche Erkenntnis. Da könnte der schöne Geldfluss durch den direkten Steuerabzug bei Gehaltsempfängern versiegen. Das bringt mich auf eine Idee: Gleichberechtigung beim Steuerabzug. Ein Unternehmenssteuerbüro mit dem Abzug bevollmächtigen, wie beim Lohnbüro für Angestellte. Dann läuft es - ohne Pranger-Unsinn. Sprudelnde Steuerquellen als Ganzjahresfest. Aber so was leistet nur die direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild. Unvergesslich hielt die Kanzlerin die deutsche Vorbildfunktion verschiedentlich hoch. Das sollte sie auch hier machen bis die BürgerInnen selber urdemokratisch entscheiden - ist doch gerecht!

Matthias Reinke, Böblingen