Abschiebungen sind einer Gefängnisstrafe vorzuziehen

Leserbrief vom 11. Dezember 2017 - 14:42

Zum Thema "Abschiebungen".

Flüchtlinge oder Menschen mit Migrationshintergrund, die in der BRD durch Straftaten, ja Verbrechen, auffallen, sollen nach dem Willen einiger Politiker, wenn auch aus verschiedenen Parteien, vorerst nicht in ihr Heimatland abgeschoben werden dürfen, weil dort angeblich Unruhe herrscht.

Eigentlich haben diese Menschen - es dürfte sich weitgehend um Männer handeln - den Aufenthalt in der BRD anhand ihrer Verbrechen nicht verdient, vor allem, wenn man erfahren muss, dass für diese sogenannten Ausreisepflichtigen, die sie nun mal geworden sind, wenigstens drei Polizisten gebraucht werden, um sie bis zu ihrer Abschiebung zu überwachen.

Weiterhin ist eine Abschiebung in die bekannten Heimatländer einer Gefängnisstrafe oder Zuchthausstrafe vorzuziehen, da unsere Gefängnisse bekannterweise überfüllt sind. Auch muss diesen Menschen bekannt sein, dass Straftaten das Risiko einer Abschiebung bedeuten. Wer garantiert uns, dass nach dem Absitzen der Strafzeit Besserung zu erwarten ist? Erfahrungsgemäß tritt diese nicht ein.

So auch bei minderjährigen Flüchtlingen, die eigentlich straffällig geworden, aber nicht strafmündig sind. So treiben sie ihr Unwesen bandenmäßig zum Beispiel in Mannheim, aber auch in anderen Orten, da es ihnen bewusst ist, dass ihnen ja nichts passieren kann. Vor den Behörden und der Polizei hat man oftmals keinen Respekt.

Viele dieser Flüchtlinge, zum Beispiel aus Syrien, haben Frauen und Kinder im Krisengebiet den Aggressoren überlassen oder, um das eigene Leben zu retten, die Familien im Stich gelassen und sind nach Europa geflüchtet - bevorzugt in die BRD. Ich sehe das vergleichsweise so: Eine aggressive Macht dringt in die BRD ein und die wehrfähigen Männer verlassen darauf ihre Familien und flüchten in Länder, wo sie vielleicht aufgenommen werden. Ihre Familien sind jetzt in den Händen der Aggressoren. Was würden unsere Frauen und Kinder über solche Väter wohl denken?

Ansonsten ist es durchaus bemerkenswert, dass vor allem wir Deutschen der ganzen Welt beweisen müssen, dass wir nach dem Krieg Geborenen immer noch Gewissensbisse haben über das, was unsere Vorfahren an Millionen Menschen während der unsinnigen Nazizeit verbrochen haben, aber die Generationen danach zu hilfsbereiten Menschen geworden sind. So helfen wir, wo es möglich ist, selbst. Auch ist unsere Hilfe weltweit durchaus sinnvoll. Aber wir können nicht alle in Not geratenen Menschen weltweit bei uns aufnehmen, eigentlich sind wir jetzt schon an der Leistungsgrenze angelangt.

Dieter Mülhaupt, Jettingen