Das Fahrrad kommt unter die Räder

Leserbrief vom 13. November 2017 - 14:54

Zum Thema: Radwege in Böblingen

Seit Jahren fordern Radfahrer ordentliche Radwege und bessere Möglichkeiten, sich in der Stadt fortzubewegen. Bei den letztjährigen Haushaltsberatungen landeten die Anträge in der Schublade AG-Mobilität, und liegen dort noch immer. Die Verkehrsplaner tun was sie können, doch wenn unter Verkehr nur das Kfz gemeint ist, kommt das Fahrrad unter die Räder.

Erschwerend kam hinzu, dass ein erfahrener Planungsexperte just Ende letzten Jahres es vorzog, lieber in Sindelfingen als in Böblingen zu arbeiten. Damit landeten die Radfahrerbelange in der untersten Böblinger Rathaus-Schublade. Immerhin soll es seit kurzem einen neuen hochmotivierten Stadt- und Verkehrsplaner geben. Wenn aber das Radfahren beim OB weiterhin nicht zur Mobilität zählt, gibt es auch nach der 77. AG Radverkehr kein Konzept, bleiben Krach, Abgase und vom Blech verstopfte Straßen.

In einem lebenswerten Böblingen gilt: Jung und Alt trauen sich mit dem Rad auf die Straße, kurze Routen für die Radler, sichere Spuren in alle Richtungen, sichere Querung des Elbenplatzes, auf der Fahrbahn, ohne Fußgänger zu behelligen, ohne zu schieben. Mehr Sicherheit heißt auch, weg mit den von Herrn OB Lützner eingeführten Parkplätzen an der Kreissparkasse. Aber auch in die Nachbargemeinden muss Radfahren sicherer werden, deshalb weg mit den Stolperfallen, Verbreiterung der Radwege Böblingen-Holzgerlingen, nach Ehningen oder über die Autobahn nach Dagersheim.

Als Idee für den Gemeinderat: Machen Sie die nächste Baustellentour mal mit dem Fahrrad, Sie werden sehen: Rad fahren macht Spaß und hält fit. Fahrräder verdrecken nicht die Luft, machen keinen Lärm und sind gut fürs Klima.

Hubert Bohner, Böblingen