Polizei muss für das Versagen der Politik herhalten

Artikel vom 17. Juli 2017 - 15:54

Zum Thema "Ausschreitungen in Hamburg".

Immer wenn die Politiker aller Parteien versagen muss die Polizei als Saubermacher herhalten. Es gibt genug Beispiele, siehe Wackersdorf 1986 als Bürger gegen die von der Politik geforderte Aufbereitungsanlage protestiert haben, die niemals gebaut worden ist. Bei den Protesten hat die Polizei als Aufräumkommando herhalten müssen, so war es auch, bei den Protesten gegen Stuttgart 21. Nicht zu vergessen ist die Akte Rostock im Jahr 2007 - es war am 13. Juni während des G8-Treffens der Politiker aus aller Welt, als sich um die 25 000 Protestanten in Rostock bewegten und der Polizei das Leben sehr schwer gemacht haben. So vergesse man keinesfalls die Silvesternacht der Jahre 2015 auf 2016 als in Köln und in weiteren deutschen Städten tausende Männer meist muslimischer Herkunft Frauen als Freiwild betrachtet haben! Hier haben alle Politiker von vorneherein versagt - aber man war schnell dabei, den Sachverhalt zu verschweigen, ja zu verheimlichen, und der Polizei Versagen vorzuwerfen. Das hat die Polizei nicht auf sich sitzen lassen, hat sich gewehrt und einige sachliche Bücher herausgebracht, die der Wahrheit und der Aufklärung dienen.

So gibt man auch der Polizei von linker Seite her teilweise die Schuld, dass es beim G20-Gipfeltreffen in Hamburg zu Störungen durch Krawallmacher und zu Gewalttaten gekommen ist. Man kritisiert das zu harte Auftreten der Polizei.

Polizist ist ihr Beruf, dahinter steckt ein Mensch, der bei solchen Begegnungen durchaus emotional reagieren kann, das darf man nicht vergessen. Allerdings muss auch zugegeben werden, dass die Behauptung in manchen Nachrichten, dass dieses Chaos bei den Linken zu suchen ist, so nicht haltbar ist. Hier wäre eine Ursachenforschung angebracht, wie aus den Demos Krawalle geworden sind und woher die Randalierer gekommen sind.

Ansonsten bemerke ich, dass ich selbst weder Linker noch Grüner bin - eher zu sozial-liberal tendiere aber als Demokrat Linke und Grüne respektiere. Vor allem die Leistung eines ehemaligen Linken - dem heutigen Grünen Ministerpräsidenten - ist hervorzuheben.

Dieter Mülhaupt, Jettingen