Im Elsass ist alles besser

Artikel vom 19. Mai 2017 - 12:54

Zum Thema "Reiches Deutschland, Draghis Geldpolitik".

Die enormen Flüchtlingsströme, die seit 2015 zu uns kommen, betrachtet unsere Bundeskanzlerin als Bereicherung für Deutschland. Wir sind das reichste Land Europas, wir können die Flüchtlinge verkraften mit ihrem Slogan: Wir schaffen das. Oder schaffen wir uns ab?

In Anlehnung an meine ehemalige Wahlheimat Elsass und in Kenntnis der Abgaben der europäischen Bürger, muss dieser Slogan korrigiert werden. Durch das Einfrieren der Steuersätze haben bereits über 40 Prozent der Arbeitnehmer den höchsten Steuersatz erreicht. Einmalig in ganz Europa, von dem nichtssagenden Belgien mal abgesehen. Die Steuersätze sind meiner Meinung nach noch niemals den steigenden Löhnen und Gehältern angepasst worden, so dass damit zu rechnen ist, das die Steuerbelastung in den nächsten 5 bis 7 Jahren den Großteil der Arbeitnehmer umfassen wird. Die Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung, ALV sind die höchsten in Europa. Und da kommt noch der Soli-Zuschlag, der nach 10 Jahren Wiedervereinigung abgeschafft werden sollte. Wird wohl niemals aus der Lohnsteuerbelastung verschwinden. Dafür sorgen schon die unglaublichen Asylantenströme. Hinzu kommen noch die höchsten Grundsteuergebühren. In Frankreich sind die Müllgebühren lächerlich gering, der Schornsteinfeger darf nur auf Aufforderung die Reinigung vornehmem. Wobei ist das Elsass weder mehr verschmutzt, noch sind mehr Brände zu verzeichnen. Es sind ungleich hohe Abgaben gemessen am europäischen Niveau.

In Deutschland, im reichsten Land Europas - haben nur 45 Prozent der Bevölkerung Wohneigentum. In Spanien und Portugal sind es 85 Prozent, in Italien 72 Prozent. Somit verfügt Deutschland über die geringste Rate an Wohn- und Hauseigentum in ganz Europa. Aber durch die Zuströme von Asylanten steigen die Mietpreise überproportional in die Höhe, was zu einer Mietbelastung führt, die im Rentenalter dramatische Entwicklung angenommen hat. Bei einer Durchschnittsrente der Arbeitnehmer von ca. 1200 Euro und einer Kaltmiete von 10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche wird sich kein Rentner mehr eine Mietwohnung in den Städten leisten können. Glücklich ist demnach der Teil der Bevölkerung, welcher frühzeitig Wohnung- oder Hauseigentum erworben hat. Aber nachdem Mario Draghi das Geld durch die EZB-Ankäufe billig macht, muss es, um die Problemländer wie Frankreich, Italien u.a. am billigen Geldtropf zu halten, mit der Sparpolitik der Deutschen vorbei sein. Der Spartag am 1. November, wo die Kinder schon ihr Sparschwein zertrümmert haben und die Oma für die Enkelkinder das obligatorische Sparbuch angelegt hat, widerspricht den billigen Geldvermehrungen von der EZB. Also muss der Geldbeutel 365 Tage im Jahr offen gehalten werden.

Und was die Asylantenströme betrifft, habe ich im Juni 2015 an den EKD-Ratsvorsitzenden, Herrn Bedfort-Strohm, um seine Stellungnahme zu den Belastungen der Bevölkerung gebeten, um diese in Erfahrung zu bringen. Da vermerkt er u.a.: "Die Synode der EKD bestärkt alle Christen, Flüchtlingen in offener Geschwisterlichkeit zu begegnen. Siehe 3 Mose 19.34 und Matthäusevangelium, Kapitel 25, Vers 35. Kommentar überflüssig.

Sigurd Scholz, Böblingen