Spurensuche nach 70 Jahren

Filmdokumentation in der KZ-Gedenkstätte Tailfingen

Artikel vom 07. Dezember 2017 - 18:18

TAILFINGEN (red). In der KZ-Gedenkstätte im Rathaus Tailfingen wird am Sonntag, 10. Dezember, um 17 Uhr der Dokumentarfilm "Linie 41" von Tanja Cummings gezeigt.

Der Film dokumentiert die Rückkehr eines Überlebenden des Lodzer Ghettos, das zweitgrößte nach Warschau, zurück ins heutige ód. Jahrelang hatte Natan Grossmann es vermieden, das Schicksal seines Bruders Ber zu ergründen, der dort 1942 verschwand. Nun beginnt nach 70 Jahren eine späte Suche nach seinem Bruder und Spuren seiner Eltern, die im Ghetto umgekommen sind. Seine Suche kreuzt sich mit der von Jens-Jürgen Ventzi, dem Sohnes des ehemaligen Nazi-Oberbürgermeisters der Stadt, der hier einem dunklen Familiengeheimnis nachgeht. In der Stadt fuhr die Straßenbahnlinie 41 mitten durch das Ghetto, wo die jüdischen Bürger zusammengepfercht waren. Bewaffnete Wächter sorgten dafür, dass niemand ein- oder ausstieg. Nach dem Film gibt es ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin Tanja Cummings und Natan Grossmann. Der Eintritt ist frei.

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