Messstationen an Ammerquelle und in Haslach

Tübinger Wissenschaftler forschen im Ammertal

Artikel vom 13. August 2017 - 15:30

HERRENBERG (red). Seit dem späten Frühjahr 2017 führen die Geo- und Umweltwissenschaftler der Universität Tübingen im Rahmen des neuen Sonderforschungsbereichs Campos verschiedene Boden- und Grundwasseruntersuchungen im Ammertal durch.

Im Raum Herrenberg konzentrieren sich die Arbeiten auf die Ammer, vor allem auf die Ammerquelle und die Ammermühle. An der Ammerquelle ist zu diesem Zweck eine Messstation aufgebaut worden, eine weitere Bodenmessstelle wird im Herbst auf einem Feld in Haslach installiert. Bei einem weiteren Projekt ist ein Färbeversuch im Bereich des Steinbruchs in Haslach geplant. Die Wissenschaftler der Uni Tübingen wollen die Frage beantworten, wie sich die Grundwasserqualität langfristig verändert und wie sich Klima- und Landnutzungsänderungen darauf auswirken.

Schad- und Spurenstoffe, die durch den Menschen in Umlauf kommen, lassen sich oft über lange Zeiträume hinweg in der Umwelt nachweisen. Welche Stoffe wo vorkommen, wie sie sich in Flüssen und im Untergrund verbreiten und zu welchem Anteil sie abgebaut werden, sei häufig nicht genau bekannt, heißt es in einer Informationsbroschüre der Uni Tübingen. Das Spektrum umfasst dabei alle Stoffe, die über Kläranlagen in die Flüsse gelangen oder auf Böden eingetragen werden, also beispielsweise Pflanzenschutz- und Düngemittel, Arzneimittelrückstände sowie Haushaltschemikalien. Die Tübinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler führen detaillierte Untersuchungen zum Transport dieser Stoffe im Sickerwasser und im Grundwasser durch.

Der Sonderforschungsbereich Campos (Catchments as Reactors - Metabolism of Pollutants on the Landscape-Scale) ist ein multidisziplinäres Forschungsprojekt der Tübinger Geo- und Umweltwissenschaften im Bereich Schadstoffforschung. Projektbeginn war am 1. Januar 2017. Infos unter: http://www.campos.uni-tuebingen.de.