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Wohnbebauung statt Industriebrache - seit in der Herrenberger Metallgießerei Leibfried nördlich der Schwarzwaldstraße 1993 der Betrieb eingestellt wurde, haben sich bisher alle Versuche in diese Richtung zerschlagen. Jetzt sollen 100 Wohneinheiten entstehen.

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HERRENBERG. Der langgehegte Wunsch nach jahrelangem, hartnäckigem Verhandeln scheint endlich Realität werden: Die "Instone Real Estate Development Gmbh & Co. KG" plant auf dem 1,1 Hektar großen Areal ein neues innerstädtisches Wohngebiet.

"Der Durchbruch ist tatsächlich gelungen", verkündete Herrenbergs Oberbürgermeister Thomas Sprißler bei einem Pressegespräch am Montag im Rathaus, bei dem Verwaltung und Vertreter des Investors die ersten Eckpunkte der Planung vorstellten. Der Wohnentwickler ist in Herrenberg kein Unbekannter: Unter dem Namen "Formart" zeichnete das Unternehmen, das nach dem Zusammenschluss mit einer Schwesterfirma aus Leipzig nun unter neuem Namen firmiert, für die Bebauung auf dem ehemaligen EnBW-Gelände entlang der Horber Straße verantwortlich. Mit Blick auf die dabei gesammelten Erfahrungen, vor allem bezüglich der Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung, bezeichnete Harald Meerße, einer der Geschäftsführer der Instone Real Estate, das erneute Engagement in der Gäustadt als "positiv besetztes Déjà-vu".

Davon, dass "zwei glückliche Momente" nun zusammentreffen würden, sprach Rainer Stingel, Leiter der städtischen Bauverwaltung: Nicht nur der strategische Partner zur Verwirklichung des Wohnquartiers auf der Fläche stehe nach intensiver Suche, die bereits vor ein bis zwei Jahren begonnen habe, bereit, sondern auch die noch im Grundbuch stehende Eigentümerin des Areals zeige sich nun - anders als bisher - verkaufswillig: Seit Anfang des Jahres liege von der CPL Immobilien aus Wiesbaden, die vor gut zehn Jahren selbst Wohnbau und Gewerbe auf der Fläche realisieren wollte, inzwischen aber Insolvenz anmelden musste, ein entsprechendes notariell beurkundetes Vertragsangebot vor. Dieses könne die Stadt auch im Namen eines von ihr benannten Dritten annehmen, wodurch Herrenberg nicht einmal als "Zwischenwirt" das Eigentum erwerben müsse, erläuterte Stingel weiter. Der Investor wird demnach den Grund und Boden inklusive der maroden Bausubstanz - alles durch die Metallverarbeitung hochgradig kontaminiert - direkt vom jetzigen Eigentümer erwerben.

"Wir wissen worauf wir uns einlassen", unterstrich Harald Meerße mit Blick auf die vorhandenen Altlasten: "Wir haben uns umfangreich mit dem Thema auseinandergesetzt", berichtete der Diplom-Ingenieur davon, dass sein Unternehmen die Zeit bereits genutzt habe, um eine umfangreiche Beprobung und Begutachtung der Fläche vornehmen zu lassen. Knapp zwei Millionen Euro nennt Meerße daher allein für die Dekontamination des Geländes als Hausnummer. An deren Abschluss müsse dann ein erneutes Gutachten deren Erfolg bescheinigen, bevor überhaupt eine Wohnbebauung mit rund 100 Wohneinheiten entstehen kann. Für den Mix aus sozialen Lebens- und Wohnformen vom Reihenhaus bis zur Etagenwohnung, der dort innerhalb von etwa drei Jahren realisiert werden soll, veranschlagt das Unternehmen eine Investitionssumme "in Richtung 30 Millionen Euro", so Harald Meerße.

Mix an Gebäudeformen und zwei grüne Plätze

Um die Wohnungen von den umliegenden Gewerbebetrieben abzuschirmen, ist an der nördlichen Grundstücksgrenze eine kombinierte Lösung aus Lärmschutz-Erdwall und -Wand vorgesehen, in dessen Bereich auch einige Parkplätze entstehen sollen. Die notwendige Höhe muss noch durch Gutachten bestimmt werden. Weitere Eckpunkte der bisherigen Planung, für deren städtebaulich qualitätsvolle Umsetzung die Instone Real Estate in Abstimmung mit der Stadt einen Architektenwettbewerb ausloben will, sind folgende: Um den Verkehr im Quartier zu reduzieren, sollen die Straßen als Spielstraßen gestaltet werden. Die Erschließung ist über die Max-Eyth-Straße vorgesehen, über die der Weg direkt in eine quartierseigene Tiefgarage führt. Über die Schwarzwaldstraße werden lediglich die sieben dort geplanten Reihenhäuser erschlossen, mit denen das neue Quartier im Übergang die Struktur der Nachbarschaft aufnimmt. Nach Norden hin steigt das Gelände an. Hier sind Mehrfamilienhäuser mit drei bis vier Geschossen vorgesehen. Punktuell soll ein fünftes Staffelgeschoss ermöglicht werden. Aufgelockert wird das Quartier durch einen Mix an Gebäudeformen und zwei grüne Plätze als Begegnungsstätten.

Nicht nur in punkto Wohnformen, sondern auch hinsichtlich der Preise für den dort geschaffenen Wohnraum, soll es einen Mix geben: Zu jeweils zehn Prozent sollen auch Sozialmietwohnungen beziehungsweise förderfähige Eigentumswohnungen für junge Familien mit mittleren Einkommen entstehen. Wie überall in Deutschland werde dieser günstigere Wohnraum auch in diesem Quartier querfinanziert, machten OB Sprißler und Harald Meerße deutlich: "Von der Sozialmiete kann man heute keine Sozialwohnung finanzieren", beschrieb der Geschäftsführer die aktuelle Marktlage.

Damit, so Baubürgermeister Tobias Meigel, würden bereits bei diesem Vorhaben Ziele der Grundstücks- und Wohnungsbaupolitischen Strategie greifen, über deren Verabschiedung der Gemeinderat voraussichtlich in seiner heutigen Sitzung befinden wird. Diese und weitere Einzelheiten werden Bestandteile eines noch abzuschließenden städtebaulichen Vertrags zwischen der Stadtverwaltung und dem Investor sein, der unterzeichnet wird, sobald der Gemeinderat in seiner Sitzung am 4. Juli dem nun vorliegenden Entwurf zustimmt, und gleichzeitig eine dafür notwendige Bebauungsplanänderung auf den Weg bringt. Diese sieht unter anderem den Erdwall als Lärmschutz nach Norden anstelle eines bisher dort geplanten Gewerbe-Riegelbauwerks vor.

Prinzipiell wäre eine Entwicklung der nördlich des Leibfried-Areals gelegenen Gewerbeflächen bis hin zur Zeppelinstraße zum Wohnquartier ebenfalls möglich, zeigte Herrenbergs Oberbürgermeister Thomas Sprißler weiteres Potential in diesem Gebiet auf: "Wir haben den Eigentümern unser Interesse signalisiert." Eine solche Umwandlung wäre aber nur zeitgleich zum jetzt geplanten Vorhaben sinnvoll.

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Von Käthe Ruess

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  • Herrenberger Leibfried-Areal: Aus Industriebrache wird Wohngebiet

    Umwandlung des Leibfried-Areals an der Schwarzwaldstraße in Herrenberg steht in den Startlöchern - 100 Wohnungen für 30 Millionen geplant

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