Fliegerbombe wird heute bei Schönaich entschärft

Rund 550 Bewohner müssen ihre Wohnunge verlassen - Straßensperrungen mit Umleitungen

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    Diese Karte zeigt die Sperrungen und Umleitungen in der Umgebung / Karte: Stadt Böblingen

Zur Entschärfung einer 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Böblinger Stadtwald (Gewann "Ziegenklinge") ist es erforderlich, am Sonntag, 19. November, die Kreisstraße zwischen Böblingen und Schönaich ab 9 Uhr voll zu sperren. Laut einer Pressemitteilung der Stadt Böblingen und der Gemeinde Schönaich muss dazu eine Umleitung großräumig ausgeschildert werden. Die Sperrung wird unmittelbar nach der Entschärfung aufgehoben - erste Schätzungen gehen von 16 Uhr aus.

Artikel vom 19. November 2017

BÖBLINGEN (red). Teile der Gemeinde Schönaich müssen während der Entschärfung evakuiert werden. Am Sonntag wird ein Bürgertelefon im Schönaicher Rathaus besetzt sein. Die Telefonnummer lautet (0 70 31) 639-83. In Böblingen befinden sich keine Wohngebiete im Sicherheitsumkreis von circa 750 Metern. Einrichtungen der US-Army (Panzerkaserne) befinden sich dagegen in kleineren Abschnitten im Evakuierungsgebiet.

Bombe wurde bei Routineerkundung entdeckt

Die Fliegerbombe wurde bei Routineerkundungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes identifiziert. Diese befindet sich etwa zwei Meter tief im Waldboden und muss zunächst mit technischem Gerät freigelegt werden. Eine Gefahr besteht aufgrund dieser Gegebenheiten nicht. Als Maßnahme der Entschärfung kommt, aufgrund der Abgelegenheit des Fundortes, auch die sichere Sprengung der Fliegerbombe in Frage. Dies wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst, je nach vorgefundenem Zustand der Bombe, kurzfristig entscheiden. "Das Explosionsgeräusch ist in diesem Fall keinen Grund zur Beunruhigung", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Nähe zu Einrichtungen der US-Army stellt ebenfalls keine Gefahr dar.

Die Waldnutzung, das Betreten und Befahren der Waldwege zwischen dem Restmüllheizkraftwerk des Landkreises und der Gemeinde Schönaich ist für den kompletten Sonntag vollständig untersagt. Der Sperrbezirk im Umkreis von circa 750 Meter um den Fundort wird durch Hinweisschilder an den Waldwegen kenntlich gemacht. Während der eigentlichen Entschärfung wird das Sperrgebiet durch die Polizei gesichert. Voraussichtlich kommt auch ein Polizeihubschrauber kurzfristig zum Einsatz. Auch dies zähle zu den Routineabläufen.

Rund 550 Bewohner müssen ihre Wohnungen und Häuser verlassen

In Schönaicher Norden müssen etwa 550 Personen evakuiert werden. In den kommenden Tagen werden an die zu evakuierenden Haushalte "Handzettel" mit weiteren Informationen verteilt. Die Gemeindeverwaltung Schönaich empfiehlt den Betroffenen, sich während der Entschärfung möglichst bei Familienangehörigen beziehungsweise Freunden aufzuhalten. Alternativ steht die Gemeindehalle Schönaich ab 8 Uhr für die Evakuierten offen. Ein Shuttlebus wird die betroffenen Bewohner bei Bedarf ab 8 Uhr an den Haltestellen "Elsenhalde" und "Stadion" abholen und in die Gemeindehalle fahren. Während der Evakuierung darf sich niemand innerhalb des Sicherheitsbereichs aufhalten. Feuerwehr und Polizei werden sämtliche Straßenzüge kontrollieren und absperren.

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