Hohe Auszeichnung für Renate Kottke

Beim DRK in vielen Bereichen engagierte Ehningerin erhält von Innenminister Thomas Strobel das Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen

  • img
    Aus den Händen von Innenminister Thomas Strobl erhielt Renate Kottke das erstmals vergebene Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen Foto: red

Unter 20 Ausgezeichneten, die von Innenminister Thomas Strobl unlängst das Bevölkerungsschutz- Ehrenzeichen erhielten, war auch Renate Kottke aus Ehningen. Sie ist DRK-Landesdirektorin und Ehren-Kreisbereitschaftsleiterin des DRK-Kreisverbandes Böblingen.

Artikel vom 19. Dezember 2017 - 17:06

EHNINGEN (red). "Baden-Württemberg ist das Ehrenamtsland schlechthin. Hier bringen sich die Menschen für die Gemeinschaft ein wie kaum irgendwo sonst. Jeden Tag arbeitet - neben den hauptamtlichen Kräften - ein großes Netzwerk an Ehrenamtlichen für unsere Sicherheit. Mehrere hunderttausend haupt- und ehrenamtlich Engagierte sind rund um die Uhr für uns da. Oft bringen sie sich mit einem Einsatz auch selber in Gefahr, jeder Einsatz ist oftmals ein Risiko für die Gesundheit, manchmal sogar lebensbedrohend - es sind Helden unserer Gemeinschaft. Diesen Einsatz für unser Land kann man nicht hoch genug wertschätzen. Deshalb haben wir das Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen ins Leben gerufen", sagte Landes-Innenminister Thomas Strobl bei einer Feierstunde vor 300 Gästen im Neuen Schloss in Stuttgart.

"Heute ist eine besondere Verleihung: Wir verleihen das Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen zum ersten Mal. Diejenigen, die heute im Mittelpunkt stehen, ragen in ganz besonderer Weise aus den Reihen der Menschen hervor, die diese Ehrung verdienen", so Strobl. Unter insgesamt 20 Ausgezeichneten war auch Renate Kottke aus Ehningen, die seit vielen Jahren im Ehrenamt Landesdirektorin der Bereitschaften beim DRK Landesverband Baden-Württemberg ist. Ihr Bestreben war es immer, für ein gutes Miteinander zwischen Haupt- und Ehrenamt zu sorgen. Dabei wirkt sie in vielen Bereichen überaus segensreich.

Renate Kottke hat in den vergangen 15 Jahren im DRK-Landesverband Baden-Württemberg erfolgreich das Personenauskunftswesen bei Katastrophen weiterentwickelt. Als bundesweit einmalige Struktur ist es ihr gelungen, das sogenannte "Überregionale Kreisauskunftsbüro" in den vier Regierungsbezirken als integrativen Bestandteil des Bevölkerungsschutzes zu implementieren. Darüber hinaus hat sie durch Schaffung eines speziellen Arbeitskreises aus Fachleuten der Notfallnachsorgedienste, der Kriseninterventionsdienste und der Notfallseelsorge diese vielschichtigen Aufgabengebiete unter der Sammelbezeichnung "Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)" landesweit vorangebracht. Die Ehningerin setzt sich sehr engagiert für die Fortentwicklung des Leistungsvergleiches der Bereitschaften auf dem Gebiet der Ersten Hilfe ein. ln zahlreichen Bundeswettbewerben, die in den vergangenen Jahren stattfanden, wirkte sie mit großem Sachverstand in der Wettbewerbsleitung mit.

Bei der Planung und Einsatzsteuerung der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehrmaßnahmen anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006 hat Renate Kottke wesentlich zur erfolgreichen Einsatzabwicklung beigetragen. Auf Landes- und Bundesebene setzt sich die Ehningerin nachdrücklich für die Umsetzung der Ziele "Interkulturelle Öffnung" ein. Ihr ist es gelungen, im Zusammenwirken mit der zuständigen Abteilung Sozialarbeit seit einigen Jahren im Landesverband einen Arbeitskreis "IKÖ" ins Leben zu rufen, der sich insbesondere um die Integration von ehrenamtlichen Helfern mit Migrationshintergrund in die ehrenamtlichen Strukturen des DRK große Verdienste erworben hat. Zudem ist Renate Kottke Mitglied im Präsidium des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg.

Verwandte Artikel