Auf "guat Schwäbisch" unterhalten

Gelungener Konzertabend des Liederkranzes Ehningen: Musikkabarettist Jörg Beirer begeistert in der Ehninger Festhalle

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    Die Gesangsformation "KlangArt" begleitete den Mann am Klavier: den Musikkabarettisten Jörg Beirer Foto: red

Schwäbisch kommt an - egal ob gesprochen oder gesungen. Das zeigte der Liederkranz Ehningen am Samstagabend mit seinen beiden Chören CHORios und KlangArt sowie dem Musikkabarettisten Jörg Beirer in der Ehninger Festhalle und dem Motto "Auf guat Schwäbisch".

Artikel vom 08. Mai 2017 - 17:54

EHNINGEN (red). Um die vielen Gäste auf den "Schwäbischen Abend" einzustimmen, präsentierte der Männerchor CHORios gleich zu Beginn mit "Was isch der Schwob" ein A-cappella-Stück, das nicht nur im Dialekt gesungen wurde, sondern auch das Selbstbild der Schwaben zum Inhalt hat.

Direkt im Anschluss folgten auch schon die ersten Lacher, als der Moderator Markus Naß erklärte, warum ausgerechnet er diese Aufgabe übernommen hat.

Nachdem CHORios, unter der Begleitung des Pianisten Siegfried Liebl, mit "Jacobs Ladder" den musikalischen Himmel erklommen hatte, zeigte das neu gegründete Männerensemble "UNERHÖRT!" mit "Sixteen Tons" wie anstrengend früher die Arbeit in den zahlreichen Erzbergwerken gewesen sein musste.

Mit "Suliko" folgte ein Stück, das seinen Weg ins Schwabenland deshalb gefunden hat, weil Zar Alexander von Russland um 1817 die schwäbische Kehrwoche in seinen Ländereien etablieren wollte, was wohl nicht funktioniert hat - so jedenfalls der Moderator.

Dass 40 Männer auch jede Menge Gefühl zeigen können, wurde dem Zuschauer bei dem Lied "Liebe ist . . ." von Adoro bewusst gemacht. Der anschließenden "Ernüchterung im Weinkeller", ein weiteres Stück das in schwäbischem Dialekt vorgetragen wurde, folgte ein Duett des Moderators mit dem Chorleiter Clemens König, in dem die letzte Strophe des vorangegangenen Liedes auch inhaltlich den Schwaben angepasst wurde. Nach dem rein musikalischen ersten Abschnitt des Abends, war nun der Kabarettist und Vollblutschwabe Jörg Beirer an der Reihe und brachte die Zuhörer mit seinen hintergründig-humorvollen Wortspielen und mundartlichen Liedern zum Lachen. Unterstützt wurde der schwäbische Entertainer dabei nicht nur von den Mitgliedern des Liederkranzes, sondern auch vom Publikum, das bei den Liedern "Auf'm Wasa grased Hase", "Muss i denn" und "Durch's Wiesental" mitsingen und damit seine Textsicherheit testen konnte.

Der zweite Teil des Abends wurde nach einer Pause vom Gemischten Chor "KlangArt" mit "Memory" aus dem Musical "Cats" eröffnet. Mit "Sing a Song", im Original von den Carpenters, wurde dann jedem erklärt, auf was es beim Singen ankommt. Das ständige Auf und Ab im Leben und vor allem in der Liebe war im nächsten Stück "Auf den Flügeln der Liebe" das Thema. Darauf folgte dann das schmissige Lied, die "Juliska aus Budapest" aus der Operette "Die blaue Maske", die den Männern mit ihrem Herz voll Paprika den Kopf verdreht.

Dank des nun folgenden Titels "Champs Elysees" erfuhr jeder, dass es nicht nur in Stuttgart ein Fahrverbot aufgrund der Luftbelastung durch den Straßenverkehr gibt, sondern eben auch in Paris.

Den letzten Titel "Probiers mal mit Gemütlichkeit" aus dem Zeichentrickfilm "Das Dschungelbuch" von Walt Disney nutzte der Moderator dann um zu erläutern, warum "Balu", der singende Bär, einen schwäbisch- stämmigen Onkel hat.

Im Finale des Abends konnte Jörg Beirer nochmals alle Anwesenden zum Mitsingen animieren. Dank der "Schwäbischen Eisabahn" und den Titeln "Draußa em Wald" und dem "Gaisburger Marsch" konnte der stimmungsvolle Abend dem Motto gemäß, mit bester Stimmung und dem Speiseplan für einen der kommenden Tage, abgeschlossen werden, schreiben die Veranstalter.

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