Knappe Mehrheit fürs Steinimitat

Verblendung für Kongresshalle

Artikel vom 12. Oktober 2017 - 15:00

BÖBLINGEN. Wie soll der Klotz der Lüftungsanlage auf dem Dach des Restaurants der Kongresshalle verkleidet werden, um den Gesamteindruck möglichst wenig zu stören? Diese Frage hatte der Technische Ausschuss bereits beantwortet und eine Variante favorisiert, die die Verkleidung der Halle mit Schieferplatten aufgreift. Diese Optik sollte mittels bedruckter Faserzementplatten einen Teil der Ummantelung an das Hallenaussehen anpassen.

Doch im Gemeinderat flammte die Diskussion nun erneut auf. Architekt Friedrich Ruoff (CDU) mahnte, man dürfe "so nicht mit der wertvollen Bausubstanz umgehen". Dorothea Bauer (Grüne) zweifelte an der Haltbarkeit, wurde von Helmut Kurtz (FDP) aber über diese sofort belehrt, "sieben bis achte Jahre hält das", erinnerte er an die Ausführungen im Ausschuss für Technik Umwelt und Straßenverkehr. Für Wolfgang Hensel ging es schlicht um eine Geschmacksfrage, was der Ausschuss empfehle wirke keineswegs billig. Hans-Dieter Schühle forderte, sich an dem zu orientieren, was die Architekten (immerhin die Söhne des Kongresshallentwerfers) wollten und hielt die Variante mit dem Aufdruck vom Gesamteindruck für überzeugend.

Haltbarkeit sei kein Thema, die bedruckten Platten seien auch keine billige Folie, betonte Baubürgermeisterin Christine Kraayvanger. Und OB Wolfgang Lützner machte deutlich, dass entschieden werden müsse, ob man die Verkleidung einheitlich oder gegliedert haben wolle. Eine Empfehlung gab die Verwaltung nicht ab. Und so schälte sich eine knappe Mehrheit von 15 zu 13 für die bedruckten Platten heraus.

Verwandte Artikel