Spitzenforschung wird Realität

Kooperatives Promotionskolleg "Services Computing" am Herman Hollerith Zentrum in Böblingen eröffnet

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    Am Böblinger Herman-Hollerith-Zentrum haben aktuell bereits vier Doktoranden ihre Forschungsarbeiten aufgenommen KRZ-Foto: SRC/Archiv

Nach langen Vorbereitungen konnte jetzt das vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg geförderte Programm am Herman-Hollerith-Zentrum (HHZ) in Böblingen seine Forschungsarbeit aufnehmen. Aktuell sind bereits vier Doktoranden tätig.

Artikel vom 29. Mai 2017 - 14:36

BÖBLINGEN (red). Das Bewerbungsverfahren läuft noch. Geplant sind laut einer Pressemitteilung insgesamt zwölf Stipendien für besonders talentierte Nachwuchsforscher. Diese werden von zwölf Professoren betreut. Das kooperative Promotionskolleg - Services Computing - am HHZ ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität Stuttgart und der Hochschule Reutlingen.

Zur offiziellen Auftaktveranstaltung konnten die beiden Sprecher des Promotionskollegs, Prof. Dr. Frank Leymann von der Universität Stuttgart und Prof. Dr. Alfred Zimmermann von der Hochschule Reutlingen, zahlreiche Gäste aus Politik, Forschung und Industriepartnern begrüßen. Mit dem gemeinsamen Promotionskolleg wolle man sich einem derzeit sehr aktuellen Forschungsthema zuwenden. Im Fokus der Forschungen würden dabei drei Leithemen stehen - "Enterprise Architecture & Applications", "Cloud Computing" sowie "Big Data".

Um eine möglichst hohe Qualität der Forschung zu erreichen, sind die Bedingungen für eine Annahme einer Dissertation besonders hoch. "Es geht nicht darum, dass wir es gut finden, sondern die Ergebnisse der Forschungen müssen auch international bestehen können. Deswegen müssen alle Ergebnisse auch auf internationalen Kongressen vorgestellt werden", Leymann.

Erfreut über die so forcierte Spitzenforschung am HHZ zeigten sich bei der Eröffnung auch der Böblinger Landrat Roland Bernhard sowie der erste Bürgermeister der Stadt, Ulrich Schwarz. "Ich bin froh darüber, dass es uns gelungen ist, das HHZ hier in Böblingen zu gründen. Mit seiner Spitzenforschung passt es gut hierher, ins schwäbische Silicon Valley mit Unternehmen wie IBM, Hewlett Packard und vielen weiteren Unternehmen sowie Startups aus der IT Branche." Ähnlich auch die Einschätzung von Bernhard, der sich aber auch einen Ausbau in der Breite wünschte: "Mit der ADV haben wir hier vor Jahren den Grundstein zur Informatik gelegt. Jetzt haben wir hier die Spitzenforschung etabliert. Das ist wirklich ein toller Tag und sie haben da meine volle Unterstützung. Was jetzt noch fehlt, ist nur noch ein Bachelorangebot."

Dass das Herman Hollerith Zentrum sich mit seinem kooperativen Promotionskolleg auf einem sehr guten Weg befindet, bescheinigte den Forschern bei der Eröffnung auch der Vizepräsident der Hochschule Reutlingen, Prof. Dr. Gerhard Gruhler, der in seiner kurzen Ansprache auch auf die weiteren erfolgreichen Forschungsaktivitäten der Hochschule Reutlingen verwies, die in den letzten Jahren deutlich ausgebaut wurde. Dabei sei die Informatik der Hochschule Reutlingen, so der Dekan der Fakultät Informatik, Prof. Dr. Uwe Kloos bei seinem Grußwort, gleich an zwei kooperativen Promotionskollegs beteiligt. Neben dem am HHZ angesiedelten Promotionskolleg "Services Computing" sei die Informatik auch Partner im kooperativen Promotionskolleg der Fakultät für angewandte Chemie der Hochschule Reutlingen und der Universität Tübingen.

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