Landkreis baut Führungspositionen für Frauen aus

Annette Hettler folgt auf Jürgen Notter als Leiterin der Kommunalaufsicht - 45 Prozent Frauenquote auf Amtsleiterebene

Artikel vom 07. März 2017 - 12:00

BÖBLINGEN (red). Die Prüfung und Kommunalaufsicht im Landratsamt Böblingen steht seit dem 1. März unter neuer Leitung. Annette Hettler folgt auf den bisherigen Leiter Jürgen Notter, der den Fachbereich seit Februar 2011 leitete. Dieser Bereich ist als Stabstelle im Landratsamt direkt dem Landrat unterstellt und übt die Rechtsaufsicht über 22 Städte und Gemeinden im Landkreis aus und prüft weisungsungebunden die Finanzen des Kreises.

"Mit Annette Hettler haben wir für die Leitung der Prüfung und Kommunalaufsicht eine engagierte und kompetente Führungskraft gewonnen", schreibt Landrat Roland Bernhard in einer Pressemitteilung. Seit Oktober 2013 ist Hettler bereits stellvertretende Leiterin in diesem Bereich. Zuvor arbeitete sie in Führungspositionen in den Bereichen öffentlicher Nahverkehr und Wasserrecht. Die 53-Jährige ist seit 1987 im Landratsamt tätig.

Mit der Ernennung von Annette Hettler zur Leiterin werden 13 von 29 Amts- und Stabstellen im Landratsamt Böblingen von Frauen geführt. Das entspricht einem Frauenanteil von rund 45 Prozent auf dieser Führungsebene. Damit sei die Verwaltung dem Ziel, die Leitungspositionen zwischen Männern und Frauen zu gleichen Anteilen zu besetzen, einen großen Schritt näher, heißt es weiter. "Mir ist wichtig, dass Frauen im Landratsamt die gleichen Chancen haben, in Führungspositionen zu kommen wie Männer", sagt der Landrat. Es gelinge immer besser, hochqualifizierte Frauen für solche Aufgaben zu gewinnen. Diese Entwicklung für mehr Frauen in Führungspositionen solle fortgesetzt werden.

Jürgen Notter ging zum 1. März in Ruhestand. Er begann 1978 seine Tätigkeit beim Landratsamt und leitete neben der Prüfung und Kommunalaufsicht auch das Amt für Personal. "Ich danke Jürgen Notter für die geleistete Arbeit. Nicht nur bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist er sehr beliebt, sondern auch bei den Städten und Gemeinden", so Landrat Bernhard.

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