Martin Luther auf Briefmarken

Heinrich Lutz zeigt im Stern-Center seine Motivsammlung über den Reformator

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    Luther-Briefmarke der deutschen Bundespost von 1983 Foto: red

Artikel vom 12. Oktober 2017 - 15:06

SINDELFINGEN (red). Der Weil der Städter Heinrich Lutz hat eine der größten Briefmarkensammlungen über Luther und die Reformation. Die Sammlergruppe Sindelfingen des Württembergischen Philatelistenvereins 1882 hat ihn dafür gewonnen, anlässlich der Reformationsfeier seine Sammlung im Stern-Center in Sindelfingen auszustellen. Die Briefmarkenschau "Luther wirkt." ist im Kulturraum im Erdgeschoss des Einkaufscenters, wird am Dienstag, 17. Oktober, um 18 Uhr eröffnet und kann vom 18. Oktober bis zum 10. November montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr besichtigt werden. Sie führt nicht nur in das Thema Luther und Reformation ein, sondern demonstriert auch, wie ein Philatelist so eine Themenschau angeht und mit Ausdauer nach und nach Gestalt werden lässt. Heinrich Lutz bietet jeden Donnerstag um 18 Uhr Führungen durch die Schau an.

Für Grafikdesigner ist es immer wieder eine Herausforderung, Briefmarken zu entwerfen, die viel bildhafte Information übersichtlich auf einer winzigen Fläche enthalten. Oft sind es die fähigsten Gestalter eines Landes, die von ihrer Post beauftragt werden, ein Thema auf wenigen Quadratzentimetern visuell attraktiv umzusetzen. Trotzdem sind die Lösungen vielfältig, die landauf, landab die Postkunden überzeugen sollen, ein bestimmtes Motiv zu bevorzugen. Natürlich werden diejenigen Marken am häufigsten zum Frankieren von Postsendungen verwendet, die dem Publikum am besten gefallen - falls man die Wahl hat.

Ein Briefmarkensammler, der sich dazu entschließt, eine Kollektion von staatlich verausgabten Portoquittungen und weiteren postalischen Dokumenten zu einem bestimmten Thema zusammenzutragen, bildet sich nahezu unmerklich zum Experten aus. Er baut eine kulturgeschichtliche Wissensbank seines Gebietes auf. Die bes-ten Sammlungen werden auf Wettbewerbsausstellungen der Philatelieverbände ausgezeichnet. Ein überzeugendes Beispiel für den Aufbau einer Themensammlung kann der Weil der Städter Philatelist Heinrich Lutz vorweisen.

Vor mehr als 30 Jahren entschloss sich der Pastoralreferent im Ruhestand, alles "Gezackte" zum Thema Reformation und Luther zurückzulegen. Damals hatte der Familienvater nicht im entferntesten daran gedacht, im Jahr 2017, dem 500. Jubiläumsjahr der Reformation in Deutschland, der Öffentlichkeit eine Schau zu präsentieren, die mehr als 600 Albumseiten und postalische Belege aus aller Welt umfasst.

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