Jahreshauptübung der Feuerwehr Sindelfingen - Fotogalerie

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    Dort oben brennt's: Die Kameraden proben den Ernstfall / Foto: SDMG / Dettenemeyer

Keine einfache Lage haben die Kameraden der Gesamtwehr der Feuerwehr Sindelfingen bei ihrer Jahreshauptübung am sonnigen Samstagnachmittag meistern müssen - doch alles lief nach Plan. Die Verantwortlichen zeigten sich zufrieden.

Artikel vom 20. Mai 2017 - 20:55

DARMSHEIM (red). Dichter Rauch quillt aus dem Schalterbereich der Bank in der Karlstraße. Um Hilfe schreiende Personen befinden sich noch in den Räumen oberhalb des Schalterbereiches. Durch die starke Rauchentwicklung ist der Fluchtweg für die Betroffenen durch das Treppenhaus versperrt. Dramatisch klingt es, was in Wirklichkeit nicht real ist, sondern das gestellte Szenario für die Hauptübung der Gesamtwehr aus Sindelfingen.

Ausgangspunkt für die Kameraden aus allen drei Abteilungen und der Jugendfeuerwehr: Durch Handwerkerarbeiten im rückwärtigen Bereich der Schalterhalle soll es zu einer Verpuffung und einer schnellen Brandentwicklung gekommen sein. Mehrere Personen bemerkten die starke Rauchentwicklung zu spät und sind in den oberen Stockwerken sowie in dem Anbau durch das verrauchte Treppenhaus eingeschlossen.

Die Einsatzleiter Rainer Just, Sascha Luft und Jürgen König leiten sofort eine Rettung der eingeschlossenen Personen über mehrere Steck- und Schiebleitern sowie einer Drehleiter ein. Bereits beim Eintreffen des ersten Löschfahrzeugs stellt sich aber heraus, dass das örtliche Hydrantennetz aufgrund eines Wasserrohrbruches nicht genügend Wasser für einen massiven Löschangriff bieten kann. Also wird eine Schlauchleitung zur 400 Meter entfernten Schwippe gelegt, um die Wasserversorgung der Fahrzeuge sicherzustellen. Um eine weitere Brandausweitung auf das Nachbargebäude zu verhindern, wird durch die Jugendfeuerwehr eine Riegelstellung aufgebaut.

Neben Einsatzleitwagen und zahlreichen Löschfahrzeugen von der Gesamtwehr sowie aus Maichingen, Darmsheim und der Jugendfeuerwehr ist auch das Deutsche Rote Kreuz vor Ort. Das DRK versorgt mit insgesamt 15 Helfern und fünf Fahrzeugen die zahlreichen Personen. Die Polizei unterstützt die Feuerwehr zudem mit zwei Streifenwagen und zwei Einsatzkräften.

Während Feuerwehrleute mit Pressluftatmern und Schläuchen in den Haupteingang zum Schalterbereich vordringen, um das Feuer zu bekämpfen, gehen ihre Kollegen mit tragbaren Leitern über den ersten Stock in das Bankgebäude, das zusätzlich noch eine Zahnarztpraxis und Wohnungen enthält. Die sich dort aufhaltenden Personen werden dann schnellstmöglich gerettet und an das DRK übergeben.

Insgesamt dauert die Hauptuebung rund 45 Minuten - eine Dreiviertelstunde, die der Bevölkerung, aber auch den anwesenden Lokalpolitikern die Leistungsstärke der rund 80 anwesenden Kräfte der Feuerwehr beweist. Die Rückmeldung von Stadtbrandmeister Wolfgang Finkbeiner und Oberbürgermeister Dr. Bernd Voehringen fällt am Ende der Übung durchweg positiv aus.