Daimler: Fliegerbombe entpuppt sich als Gasflasche

Schrecksekunde in Sindelfingen: Bei Bauarbeiten auf dem Gelände von Mercedes-Benz wurde am Montag ein verdächtiger Metallkörper gefunden.

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    Im Februar fiel der "Krawattenbau", unter dem Gebäude stießen Bagger auf zwei Fliegerbomben. Archivfoto: SDMG/red

Artikel vom 04. April 2017 - 10:08

SINDELFINGEN. (jps) Bei Aufräumarbeiten auf dem Gelände des Mercedes-Benz-Werks in Sindelfingen haben Bauarbeiter am Montagabend einen verdächtigen Metallgegenstand gefunden. Da im Februar nicht weit davon entfernt zwei Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg gefunden und unter Evakuierung von hunderten Menschen entschärft wurden, konnten die Arbeiter einen weiteren Bombenfund zunächst nicht ausschließen. 

Die Verantwortlichen riefen daher schnell den Kampfmittelbeseitigungsdienst zur Hilfe, der den im Boden steckenden Gegenstand überprüfte. Die Fachleute konnten aber schnell Entwarnung geben: "Bei dem verdächtigen Gegenstand handelte es sich um eine ungefährliche Gasflasche", teilt die Stadt Sindelfingen mit. Und: "Eine Gefahr für die Bevölkerung hat zu keiner Zeit bestanden."

Die Funde aus dem zweiten Weltkrieg haben Sindelfingen im Februar zweimal und Böblingen einmal in Atem gehalten. Im Mercedes-Werk fanden sich im Untergrund des ehemaligen Krawattenbaus zwei Bomben innerhalb von zwei Tagen, Anwohner mussten stundenlang ihre Wohnungen verlassen. Am 24. Februar fanden Bauarbeiter auf einer Baustelle neben dem Busbahnhof in Böblingen eine Fliegerbombe. Auch diese musste unter Evakuierung entschärft werden.

Mercedes-Benz und die Stadt Sindelfingen haben im März mitgeteilt, dass im Zeitraum zwischen 21. und 31. März erneut die Gefahr für Bombenfunde auf dem Werksgelände besteht. Die Bagger haben sich durch potentiell kontaminiertes Gelände gegraben. Allerdings ist der Zeitraum ohne einen weiteren Fund verstrichen.
 

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