Finanzministerium: Kleine Banken bei Regulierung entlasten

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    Die Staatssekretärin im Finanzministerium, Gisela Splett (Grüne). Foto: Marijan Murat/Archiv

Artikel vom 31. Januar 2018 - 14:49

Stuttgart (dpa/lsw) - Das baden-württembergische Finanzministerium macht sich bei den EU-Plänen zur Bankenregulierung für Ausnahmen für kleine und mittlere Institute stark. «Anders als so manche Großbank standen sie in Zeiten der Finanzkrise stabil da. Wir dürfen sie nun nicht mit Regularien ersticken», sagte Staatssekretärin Gisela Splett (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. Sie verwies auf die Besonderheiten des deutschen Bankensystems. Es besteht aus drei Säulen. Den Genossenschaftsbanken, den öffentlich-rechtlichen Instituten und den privaten Geschäftsbanken. Gerade die Sparkassen und Genossenschaftsbanken seien als Hausbanken wichtige Partner für mittelständische Unternehmen. Splett unterstützte die Pläne der EU-Kommission, dass ein Teil der Berichtspflichten für kleine Institute nur noch jährlich gelten soll. Würden die vorgesehenen Schwellenwerte zur Bilanzsumme erhöht, könnten mehr Banken entlastet werden. «Wir wollen eine umfassende Bankenkontrolle, aber sie muss angemessen sein.» Das grün-schwarze Kabinett war Anfang der Woche in Brüssel. Dort führte Splett Gespräche mit Vertretern der EU-Kommission.