OB-Wahl Böblingen 2018

Böblinger OB-Wahl: Die Kandidatenriege steht

Nach Bewerbungsschluss vier Interessenten für den Posten des Oberbürgermeisters der Stadt Böblingen

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    Fahnen vor dem Böblinger Rathaus Foto: Archiv

Artikel vom 09. Januar 2018 - 15:58

BÖBLINGEN. Der Briefkasten des Rathauses hielt am Montag keine weiteren Überraschungen parat. Bei der letzten Leerung nach Bewerbungsschluss um 18 Uhr blieb es beim bisher bekannten Quartett. Neben dem Amtsinhaber Wolfgang Lützner stehen Dr. Stefan Belz, Johannes Söhner und Fridi Miller auf den Stimmzetteln für die Wahl am 4. Februar - falls der Gemeindewahlausschuss, der am Dienstag um 8 Uhr öffentlich im großen Sitzungssaal des Rathauses tagt, nichts an den Bewerbungen auszusetzen hat. Dort wird die Zulassungsentscheidung zu den einzelnen Bewerbern getroffen. Des Weiteren wird ausgelost, ob Wolfgang Lützner oder Stefan Belz auf dem Stimmzettel Platz eins belegen wird.

CDU-Mann Wolfgang Lützner hat mit dem Grünen-Stadtrat Belz und dem bereits vor acht Jahren kandidierenden Jugendreferenten Söhner zwei Konkurrenten, die eher dem linken gesellschaftlichen Spektrum zuzuordnen sind - auch wenn beide als unabhängige Kandidaten antreten. Komplettiert wird das Feld von der Sindelfinger Dauerkandidatin Fridi Müller.

Um seine Neutralitätspflicht zu wahren, hat Amtsinhaber Wolfgang Lützner das städtische Online-Portal "Frag den OB" auf Eis gelegt. Auch beim Neujahrsempfang wird er keine klassische Rede mit einem Rückblick und beabsichtigter Projekte halten. Stattdessen wird der neue Leiter des Deutschen Fleischermuseums, Christian Baudisch, die Bevölkerung mit einem Vortrag ins neue Jahr mitnehmen.

Die Kreiszeitung wird nach den offiziellen Kandidatenvorstellungen am Dienstag, 23. Januar, in der Böblinger Kongresshalle und am 26. Januar in Dagersheim am Montag, 29. Januar in der Aula des Kaufmännischen Schulzentrums den Kandidaten auf den Zahn fühlen. Dies wird mit Vertretern verschiedener Gruppen aus der Stadt wie zum Beispiel dem Gewerbeforum geschehen. Zugesagt haben bereits der Gesamtelternbeirat der Böblinger Schulen sowie die Interessengemeinschaft Fernwärme.

Gewählt wird das Stadtoberhaupt für die Kreisstadt am Sonntag, 4. Februar. Erhält ein Kandidat im ersten Wahlgang nicht die absolute Mehrheit, ist ein zweiter Wahlgang erforderlich. Der ist auf den 25. Februar gelegt worden. Für einen möglichen zweiten Wahlgang können sich auch neue Bewerber melden. In der zweiten Runde genügt allerdings die einfache Mehrheit der Stimmen.

Böblingen wird in der Nachkriegszeit erst vom dritten Stadtoberhaupt regiert. Auf den ersten Nachkriegsschultes Wolfgang Brumme folgte im Jahr 1986 der Sozialdemokrat Alexander Vogelgsang, der nach 24 Jahren an der Stadtspitze von Wolfgang Lützner (CDU) abgelöst wurde.