Erdhebungen

Erdhebungen: Die Sanierungen ruhen weiterhin

Problembereich Schliffkopfweg in Böblingen: Neue Verfahren in der Erprobung

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    So sehen Sanierungsarbeiten in Böblingen aus / Foto: Bischof/Archiv

Artikel vom 29. Juli 2016 - 14:52

BÖBLINGEN (red). Die Arbeiten an den noch nicht vollständig sanierten Erdwärmebohrungen im Schliffkopfweg bleiben nach wie vor unterbrochen. Wie berichtet, befindet sich so genanntes Thaumasit in den Ringräumen um die Sonden. Dies lässt es nicht zu, die für die Sanierung notwendige Zementmasse dort hineinzupressen.

Zur notwendigen Verdrängung des Thaumasits werden erweiterte Zugänge in den Untergrund benötigt, erklärt das Landratsamt im jüngsten Newsletter zum Thema Erdhebungen. Hierzu werden derzeit neue Schneidwerkzeuge und Verfahren entwickelt. Aktuell laufen Versuche mit verbesserten Stanz- und Schneidwerkzeugen. Diese konnten, so die Behörde weiter, unter Laborbedingungen auf dem Betriebsgelände der Sanierungsfirma bis in eine Tiefe von 25 Metern problemlos in Sondenschläuche eingeführt werden. Als nächstes würden Befahrbarkeitstests im Schliffkopfweg anstehen.

Als schwierig erweist sich, die Thaumasit-Masse herauszubekommen. Inzwischen könnten aber auch hier erste Erfolge vermeldet werden. Erst wenn die Versuche und Simulationen abgeschlossen sind, werden die Sanierungsarbeiten wieder aufgenommen. Um die Hebungsbewegungen noch genauer zu dokumentieren, ist geplant, demnächst für jedes Flurstück die Entwicklungen vom Satellit aus zu dokumentieren.