Erdhebungen

Die Bohrungen im Süden werden saniert

Abdichtung der Geothermiebohrungen im Heineweg hat begonnen

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    Nächste Station: Die Experten der Sanierungsfirma Keller haben ihre Baustelle in den Heinrich-Heine-Weg verlegt KRZ-Foto: Thomas Bischof

Artikel vom 11. März 2015 - 17:48

BÖBLINGEN. Die Sanierer sind umgezogen. Nachdem die ersten Erdwärmesonden im nördlichen Hebungsgebiet erfolgreich abgedichtet worden sind, hat die Firma Keller ihre Ausrüstung in den Heinrich-Heine-Weg transportiert. Dort befinden sich die nächsten Geothermie-Bohrungen, die im Verdacht stehen, undicht zu sein und für Erdhebungen von bis zu 30 Zentimetern im Gebiet um den Alten Friedhof verantwortlich zu sein.

Vor kurzem wurden die Bohrsonden im Heineweg mit Druckschläuchen verbunden, über die eine Zementlösung in die undichten Bereiche der Bohrung und die angrenzenden Hohlräume im Untergrund gespritzt wird. Eine Erkundungsbohrung in der Kniebisstraße soll zudem herausfinden, in welcher Tiefe sich die Gipskeuperschicht befindet, die durch den Wasserauftritt gequollen ist und die Erdhebungen verursacht. Durch diese Bohrung sollen auch wichtige Daten dokumentiert werden, die beweisen, dass die Erdwärmebohrungen für die Hebungen verantwortlich sind.

Letzte Sanierungen beim Ganssee

Wenn die Bohrungen saniert sind, zieht der Sanierungs-Tross weiter an die Ecke Achalmstraße/Herdweg. Dort wartet die nächste defekte Bohrung. Die letzten undichten Erdwärmebohrungen liegen im Wohngebiet beim Ganssee. Deren Sanierung wird den Abschluss bilden. Dann, so hoffen die Verantwortlichen in den Behörden und die rund 100 Geschädigten, können die Verursacher der Erdhebungen juristisch wasserdicht nachgewiesen werden. Eine weitere Hoffnung ist, dass dann die Hebungen der Erde gestoppt werden können.