Erdhebungen

Grundwassermessungen sind installiert

Erdhebungen in Böblingen: Am Montag startet die Sanierung der Geothermie-Bohrungen im Norden

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    Vorbote der geplanten Sanierung: Im südlichen Hebungsgebiet wurde bereits die Grundwassermessstelle gebohrt. Die Abdichtungen sollen hier Anfang 2015 beginnen KRZ-Foto: Thomas Bischof

Artikel vom 08. Oktober 2014 - 10:06

BÖBLINGEN. Die ersten sichtbaren Geräte künden von einer Sanierung der Erdwärmebohrungen. In den vergangenen Tagen wurde in den beiden Erdhebungsgebieten Grundwassermessstellen eingerichtet.

Rund 50 Meter tief hat sich der Bohrer in der Siemensstraße und im Heinrich-Heine-Weg in das Erdreich gebohrt. Dort unten werden die Geräte Langzeitmessdaten liefern, die einmal Ausschluss darüber geben sollen, ob die Sanierungen der Bohrungen erfolgreich waren. "Wir hoffen, dass diese Messstellen auf die Sanierung reagieren", sagt Wiebke Höfer von der Pressestelle des Landratsamtes.

Die Experten vermuten, dass derzeit durch die defekten Stellen in der Bohrung Wasser nach unten ins Erdreich abfließt. Sind die Bohrungen erfolgreich abgedichtet, müssten die Grundwassermessstellen einen höheren Pegel im Untergrund vermelden. Dies wird laut Landratsamt vermutlich nicht sofort darstellbar sein, da auch natürliche Schwankungen des Grundwasserstandes berücksichtigt werden müssen. Deshalb werden diese Messstellen vermutlich längere Zeit im Einsatz sein. Ab dem kommenden Montag wird es dann ernst mit der Sanierung im nördlichen Hebungsgebiet: Eine Spezialfirma startet mit der Abdichtung der defekten Bohrungen. Wie berichtet, handelt es sich dabei um eine schwierige Aktion, da die Erfahrungen mit defekten Geothermiebohrungen bisher gering sind. Laut Landratsamt ist die beauftragte Firma, die auch die Bohrungen im südbadischen Staufen saniert hat, das derzeit weltweit wohl einzige Unternehmen, das über das notwendige Know-how verfügt.

Die Geothermiebohrungen im südlichen Hebungsgebiet sollen Anfang 2015 saniert werden.