Erdhebungen

Erdhebungen reichen bis zum Ganssee

Laserscan-Befliegung ergibt Ausweitung des südlichen Gebietes - Hebungen bis zu 30 Zentimetern

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    Die Befliegung des Erdhebungsgebietes hat jetzt ergeben, dass sich die Erdbewegungen über den Herdweg hinaus bis zum Ganssee erstrecken KRZ-Foto: Thomas Bischof/Archiv

Artikel vom 22. März 2014 - 17:00

KREIS BÖBLINGEN (red). Die Erdhebungen im südlichen Gebiet rund um die Eichendorffschule breiten sich aus. Nach der Auswertung einer Laserscan-Befliegung stuft das Landratsamt nun das Gebiet vom Alten Friedhof über die Eichendorffschule bis zum Ganssee als betroffen ein.

Inzwischen liegen die Ergebnisse einer Befliegung vom 9. Januar vor. Sie bestätigen für das nördliche Hebungsgebiet im Wesentlichen die bereits vorliegenden Erkenntnisse der Befliegung vom 7. März 2013 und den vom Amt für Wasserwirtschaft durchgeführten Messungen am Boden. Das erklärt das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Die Auswertung zeige, dass sich der nördliche Hebungsbereich mit Hebungsbeträgen von zehn Zentimetern und mehr über eine Länge von rund 600 Metern und eine Breite von rund 200 Metern erstreckt. Das Hebungszentrum befindet sich zwischen der Altinger- und der Siemensstraße. Dort gibt es seit der Befliegung am 5. Februar 2002 eine erkennbare Maximalhebung von 40 bis 45 Zentimetern, der Referenzmessung für die Berechnungen. Zwischen dem 7. März 2013 und dem 9. Januar 2014 hat sich der Grund in diesem Bereich um fünf bis acht Zentimeter gehoben.

Auf den nun zum ersten Mal vorliegenden Aufnahmen für den südlichen Hebungsbereich zeige sich eine Ausweitung des betroffenen Gebiets, das sich mit Hebungsbeträgen von zehn Zentimetern und mehr auf eine Länge von rund 900 Metern und eine Breite von rund 250 Metern erstreckt. Das Hebungszentrum befindet sich im Bereich des Hans-Thoma-Wegs. Dort gibt es eine erkennbare Maximalhebung von 25 bis 30 Zentimetern.

Durch die sichelförmige Ausdehnung muss nun ein Gebiet von Altem Friedhof über die Eichendorffschule bis zum Ganssee als von Erdhebungen betroffen eingestuft werden. Die Ergebnisse sollen den Sprechern der betroffenen Anwohner bei einem zusätzlichen Treffen im Detail erläutert werden, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.