Fernwärme-Streit in Böblingen

Nemeth will Fernwärmepreise prüfen lassen

Stellungnahme des CDU-Landtagsabgeordneten Paul Nemeth zu dem heiß diskutierten Thema

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    Nemeth will die Landesregulierungsbehörde einschalten. Foto: Bischof

Artikel vom 02. Dezember 2016 - 10:33

BÖBLINGEN (red). Die Verdreifachung der Fernwärmepreise durch die Stadtwerke sorgt in Böblingen seit über einem Jahr für massive Auseinandersetzungen zwischen Kunden und Versorgern schreibt Paul Nemeth, Böblinger CDU-Landtagsabgeordneter, in einer Pressemitteilung Zuletzt hatte sich die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg eingeschaltet und die erneute Erhöhung des Grundpreises zum 1. Januar 2017 kritisiert. Auch die Interessensgemeinschaft Fernwärme protestierte heftig gegen das neue Tarifmodell der Stadtwerke.

Nemeth, energiepolitischer Sprecher seiner Landtagsfraktion, hatte die Kommunikation der Stadtwerke mit Kunden und Öffentlichkeit bereits im Vorjahr kritisiert und setzt sich nun erneut für mehr Transparenz in der Diskussion ein.

In einem Schreiben ersucht Nemeth Umweltminister Untersteller die Landesregulierungsbehörde mit einer formalen Prüfung der Böblinger Fernwärmepreise zu beauftragen. Die Behörde könnte nach dem Vergleichsmarktprinzip oder nach dem Kostenprüfungsverfahren objektiv klären, ob die Kostenkalkulation der Stadtwerke nachvollziehbar und vor allem kosteneffizient ist.

Der energiepolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion erhofft sich von einer solchen Maßnahme durch das Stuttgarter Umwelt- und Energieministerium vor allem die notwendige Transparenz und damit eine Versachlichung der Diskussion in Böblingen.

Nemeth reagiert mit seinem Vorschlag auf zahlreiche Anfragen und Gespräche mit Böblinger Fernwärme-Kunden, die genauer wissen wollen was mit ihrem Geld geschieht und wie die Stadtwerke die Sanierung des Fernwärmenetzes finanzieren. Insgesamt sind knapp 50 Prozent der Böblinger Haushalte an das Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen. Eine Schlichtung der Auseinandersetzungen um die Fernwärmepreise sei auch im Interesse des Landes, da es sich bei der Fernwärme um eine ökologisch wie ökonomisch attraktive Form der Wärmeversorgung handle, so Nemeth.